Cuarteto Rotterdam begeistert beim Sommerball im Schloss

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Regina Fischer und Bernhard Klas zeigen besondere Tangofiguren, -bewegungen und -tanzschritte.
Regina Fischer und Bernhard Klas zeigen besondere Tangofiguren, -bewegungen und -tanzschritte. (Foto: oej)
Olaf E. Jahnke

Weitere Infos unter:

www.cuarteto-rotterdam.de

www.tangoambodensee.info

Einmal mehr hat sich das Schloss Montfort als besonderer Ort für die Freunde des Tango Argentino gezeigt. Am Sonntagabend beim Sommerball sorgte das deutsche Tango-Quartett „Cuarteto Rotterdam“ für die Live-Tanzmusik. Rhythmisch passend spielte das Tango-Orchester Tangos, Milongas und Valses und viele Tanzklassiker. Die Musiker haben überwiegend an der Musikhochschule Rotterdam studiert, daher der Bandname. Michael Dolak spielte am Bandoneon, mit flexibler Virtuosität – mal temperamentvoll, mal gelassen. Ebenso spielten Judy Ruks am Piano, die Bassistin Anna-Maria Huhn und mal stimmführend, mal ergänzend die Violonistin Susanne Cordula Welsch.

Welsch kommt gebürtig aus Singen und ist die Bandleaderin des Quartetts. Nach 15 Jahren und drei CDs sei nun die vierte CD in Arbeit. „Wir sind eigentlich derzeit im Trainingslager – und die Stücke sind ein Best of tanzmusikalischer Highlights“, sagte sie im Anschluss an das Konzert. Die Tanzmusik des Abends werde sich zum großen Teil ab Oktober auf der neuen CD finden. Daher habe man auch Stücke von Komponisten wie Osvaldo Pugliese, Carlos Di Sarli, Anibal Troilo und anderen ins Programm genommen. Seit 15 Jahren gebe es die Band, mit rund 40 Auftritten im Jahr, sagte Welsch. Nach wie vor finde sie ihre Heimat, den Bodensee, toll und sei immer wieder vom Langenargener Schloss begeistert: „Einfach eine Wahnsinns-Location für Tango Argentino“.

Ein Höhepunkt des Abends war die Tanzshow mit Regina Fischer und Bernhard Klas. Die Oberschwäbin aus Wangen und der Vorarlberger aus Feldkirch zeigten besonders elegante, innige, klassisch-tänzerische aber auch verspielt bewegliche Tanzelemente, die keinem traditionellen Stil entsprechen. Das Erstaunliche daran, verrieten die beiden Tango-Tanzexperten im anschließenden Gespräch: „Das ist keine einstudierte Choreographie. Wir haben schon zusammen getanzt, die Stücke sind auch ausgesucht – aber die Show beruht durchweg auf Improvisation und gegenseitiger Inspiration.“

Organisator Wolfgang Kallina konnte diesmal wegen einer Operation am Knie selbst nicht mittanzen, war aber dennoch mit Krücke mitten im Geschehen. „Ich bin hochzufrieden – voller Ballsaal, Ballatmosphäre samt Snacks und Cocktails, grandiose Live-Musik, phantastische Tanz-Show und ein Publikum, das auch von den weitgereisten Musikern Komplimente bekam, das motiviert“, sagte er. Die Ballgäste, Tangueras und Tangueros waren nicht nur aus der Bodenseeregion, Österreich und der Schweiz gekommen, sondern auch aus München, Augsburg Kempten oder Stuttgart nach Langenargen gereist.

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