Die Big Band Langenargen mit der 17-jährigen Sängerin Nora Dehmke und Bandleader Michael T. Otto proben intensiv für ihre anste
(Foto: ah)
Andy Heinrich

Mit intensiven Proben beschäftigt sich derzeit die Big Band Langenargen. Und das aus gutem Grund: Von 23. bis 25. Oktober begeben sich die Musiker auf ihre Herbst-Tournee, die sie von Prüm in der Eifel über Bruchsal nach Biberach an der Riss führen wird. Beim Landes-Orchesterwettbewerb Baden-Württemberg messen sich die Ausnahmetalente zudem mit den besten nicht professionellen Ensembles des Landes, das Ziel: die Qualifikation zum 9. Deutschen Orchesterwettbewerb 2016.

Proben, proben und nochmals fleißig proben. Seit Wochen bereiten sich die Musiker der Big Band auf eine Konzertreise vor, bei der sie nicht nur als musikalische Botschafter ihrer Heimatgemeinde auftreten, sondern vor allem als großartige Künstler vor einem breiten Publikum ihr Können präsentieren.

Wie Bandleader Michael T. Otto erklärt, sei eine Tournee längst überfällig: „Wir reisen gerne, also warum nicht gleich noch zwei Konzerte neben dem Landeswettbewerb anhängen? Wir freuen uns darauf, auch, weil wir mit der erst 17-jährigen Nora Dehmke aus Bregenz eine tolle, junge Sängerin gefunden haben, die unsere Auftritte klangvoll bereichern wird.“ Und die junge Musikerin ist gerne mit dabei: „Es macht großen Spaß, mit den Jungs zu musizieren. Es muss einfach fließen, grooven und Freude bereiten.“

Neben den normalen Übungseinheiten wird die Band zusätzlich von Rhythmusgruppen-Coach Jonas Pirzer trainiert. Ihm ist es wichtig, an den Feinheiten zu arbeiten: „Wir proben sehr punktuell. Meine Aufgabe ist es, Details heraus zu kitzeln, Impulse zu geben, um am Ende ein gutes Gesamtpaket zu haben.“ Bewertet würden beim Landeswettbewerb unter anderem Intonation, Rhythmik, Phrasierung, Artikulation, wie auch Zeitmaß, Agogik, Dynamik, Werktreue, Stiltreue und der Orchesterklang.

Raum für Geselligkeit

Auf die Frage, wo die Herausforderung als Bandleader liege, antwortet Michael T. Otto: „Die Kunst liegt darin, mit so vielen Ingenieuren umgehen zu können.“ Tatsächlich seien fast alle Musiker Akademiker, „die öfters aus beruflichen Gründen nicht an den Proben teilnehmen können“. Hier gelte es, die Band immer wieder neu einzustellen, was nicht immer einfach sei. Neben der Disziplin eines jeden Einzelnen ist für den renommierten Komponisten und Blechbläser, dessen Bandmitglieder ihr Können vor etlichen Jahren in der Jugendmusikschule Langenargen von der Pike auf erlernt haben, die Kameradschaft enorm wichtig. „Wir sind Amateure, keine Profimusiker, die ihren Lebensunterhalt mit Konzerten bestreiten, also braucht es Raum für Geselligkeit. Die Vibration muss stimmen.“

Vor zwei Jahren hat die Big Band Langenargen ihre letzte CD „Cute“ aufgenommen, eine weitere soll laut Otto folgen, auch, weil das Ensemble inzwischen enorm an Qualität gewonnen habe. Und ihr Programm kann sich sehen lassen. Ob „Against all Odds“ von Phil Collins (feat. Roland Fischer Alto-Sax), „Feeling Good“ (Leslie Bricusse, feat. Nora Dehmke), „Trombone Boogie“ von Andy Clark (feat. Trombone Section) oder auch die Eigenkomposition von Michael T. Otto, „Hugos Geist“ (Wettbewerbsstück): Mit ihren Darbietungen wird die Big Band sicherlich beim Publikum für Furore sorgen, vielleicht auch bei der Jury, um dann am Ende beim Bundesentscheid dem Ganzen eine klangvolle Krone aufzusetzen zu können.

Weitere Infos über die Big Band Langenargen gibt es unter

www.bigband-la.de

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