Auch im Sitzen lässt sich gut Tanzen

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Die Bewohner des Hospitals zum Heiligen Geist in Langenargen schwenken bunte Tücher bei ihrem Sitztanz, der von Andrea Höhing ei
Die Bewohner des Hospitals zum Heiligen Geist in Langenargen schwenken bunte Tücher bei ihrem Sitztanz, der von Andrea Höhing einstudiert wurde. (Foto: Rudi Schmid-Geiger)
Schwäbische Zeitung

Tolle Musik, gelungene Programmpunkte, gute Laune und Zeit um miteinander ins Gespräch zu kommen: Die Bewohner des Altenheims „Hospital zum Heiligen Geist“ in Langenargen haben ihr traditionelles Sommerfest im Garten direkt am Bodenseeufer gefeiert.

Hospitalleiterin Brigitte Gruchmann-Zelenka begrüßte die Bewohner und zahlreichen Gäste. Ein besonderer Gruß galt auch den anwesenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die sich immer um Angebote für die Bewohner kümmern, berichtet das Altenheim in einem Schreiben. Die Leiterin der Sozialbetreuung Jutta Geiger und ihre Mitarbeiterinnen hatten erneut Mühe in die Vorbereitung des Festes gesteckt. Sie führte den Nachmittag über gekonnt durch die verschiedenen Programmpunkte und animierte mit liebevoller Art die Bewohner und die Besucher zum Mitsingen und Mitmachen.

Zu Beginn spielte das Salonorchester „Die Saloniker“ aus Wangen zur Unterhaltung. Wiener Melodien wie Walzer und Polka, Schlager aus den 20er- und 30er-Jahren aber auch Lateinamerikanische Rhythmen erklangen im Garten. Dieser wurde mit viel Liebe zum Detail hergerichtete und bot somit das richtige Ambiente für das Sommerfest. Und der Schwung und der Swing der Saloniker schwappte auf die Zuhörer über und so wurde fleißig im Takt mitgeklatscht oder mitgewippt. Ohne Zugabe durften die Musiker natürlich nicht von der Bühne und so erklang in Langenargen noch ganz beschwingt „Die Berliner, liner Luft, Luft Luft“.

Singen spielt eine große Rolle

Küchenchef Dietmar Nitsch hat zusammen mit seinem Team für die hervorragende Bewirtung mit Kaffee und Kuchen und allen Getränken gesorgt. Eigens für das Sommerfest hatten einige Bewohner unter Leitung von Andrea Höhing einem Sitztanz mit Tüchern einstudiert und mit viel Begeisterung präsentiert. Im Alltag der Bewohner spielt das Singen eine große Rolle, so trifft sich jede Woche der Heimchor und er hat es sich nicht nehmen lassen, unter der Leitung von Hanne Beisser und Dietmar Böhm, ein buntes Potpourri ihrer Lieder vorzutragen.

Nun kam der Auftritt von der Bewohnerin Hildegart Locher als Kräuterfrau. Sie hatte in ihrem Vortrag die Zwiebel als Allheilmittel parat, sei es um den Männern Kraft zu verleihen oder den Frauen jegliche Beschwerden zu nehmen, „denn macht´s eich überhaupt nix meh aus, denn die Zwiebel dreibt euch alle Quala aus“.

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