Vorverkauf über Reservix läuft blendend

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Kultur in Kressbronn - wenn die Gemeinde dahinter steht, tut das Buchungssystem Reservixx gute Dienste. Ausnahme: das Kirchenko (Foto: pr)
Angelika Banzhaf

Die Begeisterung in ihrer Stimme ist zu hören, die bisherigen Erfahrungen bestätigen, dass die Entscheidung richtig gewesen ist: „Wir bieten seit Mai für unsere Kulturveranstaltungen Karten im Vorverkauf über das Reservierungssystem Reservix an. Der Erfolg kann sich sehen lassen, alles läuft hervorragend“, freut sich Kressbronns Kulturamtsleiterin Christina Dönecke. Gekauft werden können die Tickets nun deutschlandweit, online sogar 24 Stunden am Tag.

„Bisher hatten wir für jede Veranstaltung einen separaten Karteikasten, in dem Tickets samt Unterlagen deponiert waren.“ Teilweise bis zu zehn Karteikästen hatten die Mitarbeiter des Tourist-Info-Büros zu betreuen gehabt, „was sehr aufwendig und ganz und gar nicht mehr zeitgemäß war“, berichtet Dönecke.

Mit dem Einstieg in Reservix geht Kressbronn seit ein paar Wochen neue Wege – so wie dies viele der umliegenden Städte und Gemeinden in der Zwischenzeit auch tun. Hinter Reservix verbirgt sich jedoch nicht nur ein Onlineverkaufsportal. Zu haben sind die Kressbronner Veranstaltungskarten jetzt auch dank Reservix bei den Touristbüros in Tettnang, Langenargen, Ravensburg oder Lindau – und nach wie vor im Tourist-Info-Büro in Kressbronn. „Früher mussten Leute, die unsere Angebote sehen wollten, immer zu uns kommen, um Karten im Vorverkauf zu erwerben. Das ist nun vorbei. Mit dem neuen System kann jeder bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen unsere Tickets beziehen.“ Dies sei ein guter Service, denn so könnten Kunden die Anfahrtszeit sparen.

Im Gegenzug bedeutet dies jedoch auch, dass Kressbronn Karten für alle anderen Anbieter verkauft, die dem Reservix-System angehören. „Sie könnten bei uns auch Tickets von Bruce Springfield kaufen“, führt Christina Dönecke an.

Doch wie finanziert sich dieser Service? Die Gemeinde Kressbronn müsse bei dem System mit keinen Mehrausgaben rechnen, denn die Reservix-Beteiligung sei kostenlos, betont die Kulturamtsleiterin. Allerdings wird dem Kunden pro Karte eine Vorverkaufsgebühr abverlangt. „Diese rechnen wir gleich in den Ticketpreis mit ein“, betont Dönecke. Sollen die Karten zugschickt werden, fällt noch zusätzlich eine Service- und Zustellgebühr an. Wie viele Karten je Veranstaltung verkauft werden und in welchen Orten dies geschieht, kann Dönecke übrigens jederzeit abfragen, da sie auf das Reservix-Portal zugreifen kann. Läuft die Veranstaltung eher schlecht, kann die Kulturchefin zielgerichtet reagieren. „Die Zahlen sind für uns sehr interessant und aufschlussreich“, holt Christina Dönecke weiter aus. So wurden zum Beispiel beim Auftritt von Enno Bunge die Hälfte der Karten im Vorverkauf im Tourist-Info-Büro verkauft, die andere Hälfte ging online weg. Bei Nina Klar, einer Kressbronnerin, wanderten indes 90 Prozent über den Vorverkaufstisch im Tourist-Info-Büro in Kressbronn.

Die Gemeinde nutzt seit Mai beim Vorverkauf ebenfalls das Reservix-Buchungs-System. „Per Mausklick sehen wir jetzt den Saalplan ein, wir wissen, welche Plätze noch frei sind und nutzen das gut aufgestellte Abrechnungssystem. Das geht ganz schnell und ist kein Vergleich zu früher“, bestätigt Christina Dönecke.

Doch wie sieht es mit Veranstaltungen aus, die von Vereinen und Musikkapellen angeboten werden? Auch hier weiß Döneke Gutes zu berichten: „Gerne können wir auch diese Veranstaltungen verkaufen.“ Bedingung sei jedoch, dass die Vereine die Vorgaben (Vorverkaufsgebühr, Versandkosten) von Reservix akzeptieren würden.

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