TV Kressbronn liefert dem HCL Vogt ein ausgeglichenes Spiel

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 Kampf um jeden Zentimeter: Ann-Kathrin Messner (am Ball) vom TV Kressbronn verlangt dem HCL Vogt trotz Niederlage alles ab.
Kampf um jeden Zentimeter: Ann-Kathrin Messner (am Ball) vom TV Kressbronn verlangt dem HCL Vogt trotz Niederlage alles ab. (Foto: alho)

Die Handballerinnen des TV Kressbronn haben am Samstag in der Bezirksklasse gegen den HCL Vogt eine 17:19-Niederlage hinnehmen müssen. Somit sollte dem Spitzenreiter aus Vogt Tabellenplatz eins nicht mehr zu nehmen sein. Dabei hatte das Team von TVK-Trainerin Stefanie Raaf selbst alle Chancen auf einen Heimsieg. Doch nach 60 spannenden und mitunter hart umkämpften Minuten sollte der Spitzenreiter – sehr zur Freude seiner mitgereisten Fans – in der Tettnanger Carl-Gührer-Halle jubeln.

Schon in Durchgang eins schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Dabei hatte Vogt den besseren Start erwischt und lag zunächst mit 2:0 (4.) und 4:2 (6.) vorne. Davon ließen sich die „Seesterne“ jedoch nicht beirren und antworteten prompt. Mit drei Treffern in Serie drehte Kressbronn das Duell zum 5:4-Zwischenstand (11.). Fortan entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, weil sich beide Teams phasenweise neutralisierten. Technische Fehler und Ballverluste blieben hüben wie drüben nicht aus – auch im Torabschluss ließen beide Kontrahenten mitunter beste Möglichkeiten aus.

Folgerichtig wechselte man zum 10:10-Pausenstand die Seiten und war selbst in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs stets auf Augenhöhe unterwegs. Als der Tabellenführer beim 12:12-Zwischenstand (40.) wenige Zeigerumdrehungen später auf 15:12 davongezogen war (43.), glaubte man, die Vorentscheidung miterlebt zu haben.

Doch es sollte anders kommen, weil die Mannschaft von TVK-Trainerin Steffi Raaf ihren Deckungsverbund stabilisierte und mit temporeichen Angriffen zu überzeugen wusste – 14:16 (49.). In dieser Zeit machten sich die Gastgeberinnen allerdings das Leben selbst schwer, indem sie Zeitstrafen kassierten und somit mit 15:19 (55.) ins Hintertreffen gerieten.

Als die Kressbronnerinnen noch einmal alle Kräfte mobilisierten und auf 17:19 stellten (58.), glaubte das Kressbronner Lager noch an einen Punktgewinn. Doch die Vogter Handballerinnen um Rebecca Edel (fünf Treffer, drei Siebenmeter) verwalteten den Vorsprung geschickt, obwohl man die letzte Konsequenz im Angriff zwar vermissen, sich jedoch immer wieder festmachen ließ, sodass der neue Tabellenvierte quasi gar nicht mehr an den Ball gekommen war. Am Ende gewann der HCL Vogt mit 19:17 und dürfte, rein rechnerisch, nicht mehr von Rang eins im Klassement zu verdrängen sein.

„Dieses Ergebnis gegen den vermutlich nun feststehenden Meister ist sehr bitter für uns, weil wir es phasenweise richtig gut gemacht haben“, sagte Stefanie Raaf. „Wir müssen in unserer Leistung noch konstanter werden und sollten weniger Chancen auslassen.“

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