Teumer-Schwaderer führt durch Lände-Ausstellung

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Schwäbische Zeitung

Bilder an der Wand ohne jeglichen Rahmen, Bilder quer im Raum, an Stangen aufgehängt, Bilder, installativ verspannt, sodass das Raumgefüge der Lände über beide Geschosse erfasst wird. Schöpfer dieser komplexen Ausstellung ist Davor Ljubicic. Gudrun Teumer-Schwaderer bietet am Sonntag eine Führung an.

1992 kam der 1958 in Kroatien geborene, an der Akademie der Bildenden Künste in Sarajevo ausgebildete Künstler nach Konstanz. Mit seinen Performances, Videos, Installationen und inszenierten Räumen, seinen großformatigen, häufig zu umfangreichen Zyklen erweiterten Papierarbeiten erarbeitete er sich schnell einen Ruf als eigenständige, unabhängige Künstler-Persönlichkeit. Konstellationen nennt Davor Ljubičić seine neuen Arbeiten. Es handelt sich um großformatige Papiere, die der Künstler mit Kohle oder Graphit, Ölfarbe, Ölkreide, Wasserfarbe, Leinöl bearbeitet, ja traktiert, mitunter auch perforiert. Für die mit großzügig schnell geführten Linien bearbeiteten Hochformate bevorzugt er Papierbahnen, die bis auf 2,80 Meter angewachsen sind. Es sind raumgreifende, widerspenstige Arbeiten, mit denen Davor Ljubičić dem Betrachter in der Ausstellung direkt, sinnlich wie körperlich, zu Leibe rückt.

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