Strandbaderöffnung hängt von der Entwicklung ab

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Schwäbische Zeitung

Das Naturstrandbad in Kressbronn geht aller Voraussicht nach in seine zweite Corona-Saison. Für rund 500 000 Euro hat die Gemeinde die Freizeiteinrichtung saniert und unter anderem ein neues elektronisches Eintrittssystem für Saisonkarteninhaber angeschafft und die Barrierefreiheit auf dem gesamten Gelände einschließlich Strand- und Wasserzugang umgesetzt. Betriebsleiter Siggi Kathan (Foto: ah) hat mit SZ-Mitarbeiter Andy Heinrich darüber gesprochen, wie die Arbeiten laufen und wann mit einer Eröffnung zu rechnen ist.

Das Strandbad in Kressbronn erfährt eine Rundum-Erneuerung. Was wurde alles gemacht?

Wichtig war die Einführung eine elektronischen Eintrittssystems. Weiter haben wir im Rahmen der Umbaumaßnahmen den gesamten Bereich inklusive Sanitäranlagen und Strand- beziehungsweise Wasserzugang barrierefrei gestaltet, neue Sport- und Spielgeräte wie Tischtennisplatten, ein Spieleschiff und einen Fitnessparcours angeschafft und eingerichtet sowie den Belang vor dem Ausgang inklusive Außen-Gastrobereich erneuert. Die Fassaden im Sanitärgebäude werden zudem neu gestrichen.

Wie funktioniert das neue Eingangssystem und welche Vorteile bringt es mit sich?

Das System funktioniert wie vor dem Betreten einer Skigondel. Der Saisonkarteninhaber hält seine Chipkarte an ein Lesegerät, wobei gewisse für uns relevante Daten eingelesen und gespeichert werden. Neben der Zeitersparnis und Entzerrung der Besucherströme werden wir künftig in der Lage sein, beispielsweise in puncto möglicher Infektionsketten diese Informationen auszulesen, um die in Frage kommenden Personen zurückverfolgen zu können. Zudem erhalten wir von der Firma IFM ein exaktes, sensorbasiertes System, das die Zählung aller Besucher, auch im eigentlichen Kassenbereich, noch genauer erfassen wird.

Werden die umfangreichen Arbeiten zum Saisonstart abgeschlossen sein?

Ja, auf jeden Fall. Wir liegen gut im Zeitplan und werden unser Bad pünktlich zum Saisonstart, sofern dieser Corona-bedingt stattfinden wird, fertig haben und das Strandbad Kressbronn in einem neuen und zeitgemäßen, modernen Kleid präsentieren.

Was erwarten Sie für die kommende Saison. Rechnen Sie, natürlich abhängig von den Umständen und dem Wetter, mit einem guten Ergebnis?

Was den Saisonstart angeht, habe ich ein ungutes Bauchgefühl. Es gilt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. 2020 durften wir trotz der Pandemie-Umstände bei einem super Sommer knapp 150 000 Gäste in unserem Naturstrandbad begrüßen. Zeitweise waren wir bereits mittags gegen 12 Uhr mit unserer eingeschränkten Kapazität von 3000 Badbesucher an der Grenze. Somit hatten wir ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis. Es kann sein, dass wir dieses Jahr eine ähnliche Situation erleben werden. In normalen Zeiten zählen wir zu Spitzenzeiten übrigens bis zu 5000 Gäste.

Wann rechnen Sie mit der Eröffnung des Strandbads?

Normalerweise wäre die Eröffnung im Mai. Vielleicht besteht die Möglichkeit, unser Bad quasi als Park im Vorfeld bereits für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit könnten wir andere neuralgische Hotspots in Kressbronn womöglich entzerren. Dieser Gedanke müsste aber mit der Gemeindeverwaltung noch entsprechend besprochen werden.

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