Paula Voigt sagt leise „Ade“

Lesedauer: 4 Min
Im Beisein zahlreicher Freunde, Kollegen und Wegbegleiter verabschiedet Bürgermeister Daniel Enzensperger die langjährige Leiter
Im Beisein zahlreicher Freunde, Kollegen und Wegbegleiter verabschiedet Bürgermeister Daniel Enzensperger die langjährige Leiterin der Kressbronner Lebensräume für Jung und Alt, Paula Voigt, in den „Teil-Ruhestand“. (Foto: ANDY HEINRICH)
Freier Mitarbeiter

Mit einer Feier haben am Mittwoch rund 100 Freunde, Kollegen und Weggefährten die Leiterin der Kressbronner Lebensräume für Jung und Alt, Paula Voigt, in den Ruhestand verabschiedet. „Sie wundern sich, warum der Bürgermeister eine Mitarbeiterin der Stiftung Liebenau verabschiedet? Ganz einfach: Weil Sie mit ihrem Engagement, ihrem Wirken und ihrer Person untrennbar mit dem Kapellenhof verbunden sind und Ihnen die Seniorenarbeit in unserer Gemeinde immer am Herzen gelegen ist. Danke dafür und alles Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt“, sagte Bürgermeister Daniel Enzensperger.

Großer Bahnhof für eine großartige Frau: Seit 1996 war Paula Voigt im Kapellenhof im Gemeinwesen vor allem für die Seniorenarbeit in Kressbronn zuständig. Mit einer Feierstunde im Foyer der Festhalle wurde die engagierte und beliebte Frau nun in den wohlverdienten „40-Prozent“-Ruhestand verabschiedet.

In seiner Rede sprach Bürgermeister Enzensperger von einer Zeit, die von gegenseitigem Respekt, einem guten und harmonischen Miteinander, vor allem aber von Freude und Menschlichkeit geprägt war: „Ginge es nach mir, würde ich Sie nicht in den Ruhestand schicken, denn Sie sind für uns alle viel zu wertvoll. Nichtsdestotrotz haben Sie diesen mehr als verdient“, meinte der Schultes, bevor Schulrektor Reinhard Großmüller von einem Glücksfall für das Bildungszentrum sprach: „Es ist mir eine Ehre, Ihnen meinen Dank für Ihren Einsatz auszusprechen. Zahlreiche Projekte und Aktionen haben Sie gemeinsam mit unseren Schülern auf den Weg gebracht und begleitet, Sie haben Brücken gebaut, Sie sind ein Glücksfall, eine Perle für unsere Schule.“

„Sie sind ein Glücksfall, eine Perle“

„Wie herrlich ist es, nichts zu tun, und dann vom Nichtstun auszuruh’n“, zitierte Monika Paulus von der Stiftung Liebenau den Berliner Zeichner und Fotografen Heinrich Zille. Für sie seien die Lebensräume für Jung und Alt aus Kressbronn nicht mehr wegzudenken, die Gemeinschaft verglich sie mit einer großen Familie, die sich stützt, gegenseitig schätzt und von einer sehr gut funktionierenden Gemeinschaft lebe. Paulus: „Deine Arbeit lebte von deiner Zuverlässigkeit, von Kontinuität, von deinem Lachen, deinem zielorientierten Handeln und von deiner Fürsorge. Liebe Paula, du wirst große Spuren hinterlassen, wir werden dich vermissen“, sagte die Regionalleiterin Bodenseekreis, und die zu Verabschiedende selbst meinte dazu: „Ihr macht mich alle verlegen. Danke, dass ihr mich all die Jahre so toll unterstützt und begleitet habt. Diese Arbeit war meine Arbeit, sie war erfüllt von Leidenschaft und Freude. Die Hausbewohner sind mir alle ans Herz gewachsen. Es war eine schöne Zeit mit euch“, sagte eine gerührte Paula Voigt, nachdem die „Betznauer Boys“, Bewohner des Kapellenhofes, sowie Kollegen und Schüler mit musikalischen und tänzerischen Einlagen für den passenden, unterhaltsamen Rahmen sorgten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen