MdL Martin Hahn informiert sich in der Parkschule

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Ein Selfie mit den Erfindern Georgi Parkov und Noah Lindner: Bürgermeister Daniel Enzensperger (rechts) und Landtagsabgeordneter
Ein Selfie mit den Erfindern Georgi Parkov und Noah Lindner: Bürgermeister Daniel Enzensperger (rechts) und Landtagsabgeordneter Martin Hahn. (Foto: sig)
Siegfried Großkopf

Bürgermeister Daniel Enzensperger hat bei einem Besuch von MdL Martin Hahn (Grüne) in der Parkschule Kressbronn an das Land appelliert, nicht nur den Neubau von Schulen dauerhaft zu fördern, sondern auch deren Sanierung. Weil letzteres bisher unterbleibe, gestalte sich die Diskussion um einen Neubau oder eine Sanierung des Parkschulzentrums in Kressbronn schwierig, wie am Wochenende auch bei einer Klausurtagung des Gemeinderates deutlich geworden sei.

Obwohl das nicht „sein Beritt“ ist, will Martin Hahn bei den Bildungsexperten der Landesregierung vorstellig werden, nachdem auch andere Schulträgergemeinden im Bodenseekreis diesbezügliche Probleme haben. Hahn schwebt vor, die institutionelle, dauerhafte Förderung zu verbessern – wie im Kindergartenbereich – oder aber das Problem über den Landesfinanzausgleich zu lösen. Die Förderung müsse „stimmig“ sein, versteht er die Sorgen in Kressbronn „voll und ganz“. Im Beisein von Rektor Reinhard Großmüller, dem ersten Konrektor Stefan Weigele und der zweiten Konrektorin Gudrun Teumer-Schwaderer, betonten Bürgermeister und Lehrer die Notwendigkeit baulicher Verbesserungen am Standort, nachdem die jetzige Schule nicht mehr den Anforderungen aus Gründen des Brandschutzes, der Böden-Oberflächen, der Erdbebensicherheit oder der Belüftung entspricht. Außerdem gibt es keinerlei Vernetzung für die rund 700 Schüler, was aber dringend nötig wäre.

Seit zwei Jahren, so Daniel Enzensperger, befasst sich der Gemeinderat mit dem Thema Bildungszentrum. Nach einer Prüfung „auf Herz und Nieren“ während einer Klausurtagung am Wochenende, deren Ergebnisse im Januar öffentlich präsentiert werden sollen, sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass eine komplette Kernsanierung nach heutigen Standards von der Gemeinde nicht zu finanzieren sei. Mager sei zwar auch die Unterstützung des Landes für einen Neubau, doch diese gebe es dauerhaft, während die Unterstützung für Sanierungen nur in Form von temporären Programmen erhältlich sei, wie der Bürgermeister kritisierte.

Die Schulträgergemeinde Kressbronn mit ihren 8000 Einwohnern nimmt Schüler aus einem breiten Umfeld auf, unter anderem auch aus dem Landkreis Lindau, wohin auch einige Kressbronner zur Schule gehen. Kommunen, die nicht Schulträger sind, befinden sich in der komfortablen Situation, diese Sorgen nicht zu haben, was auch eine Frage der Gerechtigkeit ist, wie Martin Hahn bemerkte. Bürgermeister Enzensperger fordert vom Land die Erhöhung der Förderquote, er hält die Zuschüsse für zu niedrig und das Geld für die Umsetzung von Forderungen für zu gering. Das könne auf Dauer für Schulen mit einem breiten Angebot – wie es das Bildungszentrum bietet – nicht so bleiben, bat er den Abgeordneten unter anderem um Unterstützung dafür, ein Förderprogramm auch für Schulsanierungen aufzulegen. Martin Hahn betonte, das Problem erkannt zu haben und sich für eine Lösung einzusetzen.

Der Bürgermeister informierte den Abgeordneten über die weiterhin zwei Schulstandorte in Kressbronn und Konrektor Stefan Weigele darüber, dass fast 95 Prozent der Kressbronner Schulabgänger die Schule mit einem mittleren Bildungsabschluss verlassen. Angetan zeigte sich der Landtagsabgeordnete über den Erfolg der beiden Schüler der zehnten Klasse des Bildungszentrums, Georgi Parkov und Noah Lindner, die auf der Erfindermesse in Nürnberg (die SZ berichtete) mit ihrer App „Smarte Laterne“ eine Silbermedaille gewonnen haben und ihr Modell dem Abgeordneten präsentierten.

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