Kressbronner Verwaltung steht auf Transparenz

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Karin Wiech, Pressesprecherin der Gemeinde Kressbronn, sieht im neuen Ratsinformationssystem einen großen Mehrwert für die Verwa
Karin Wiech, Pressesprecherin der Gemeinde Kressbronn, sieht im neuen Ratsinformationssystem einen großen Mehrwert für die Verwaltung und die Bürger. (Foto: ANDY HEINRICH)
Schwäbische Zeitung
Andy Heinrich

Die Gemeinde Kressbronn hat zum Jahreswechsel ein Rats- und Bürgerinformationssystem für die Öffentlichkeit eingerichtet. Die Software auf der Internetseite www.kressbronn.de ermöglicht es dem Nutzer, unter anderem Einsicht in Vorlagen zu den verschiedensten Sitzungen zu erhalten, Termine abzufragen und diese auszudrucken.

„Mehr Transparenz, ein schnellerer Zugriff, vor allem aber ein digitaler Informationszugang samt enormer Einsparung von Papier bilden den Mehrwert dieses Systems“, erklärt Karin Wiech vom Amt für Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Durch die Nutzung des Portals erhält man die Möglichkeit, sich über die Zusammensetzung der politischen Gremien, über Termine, Tagesordnungen, Vorlagen aber auch über Niederschriften beziehungsweise Beschlüsse samt Abstimmungsergebnisse aller öffentlichen Sitzungen des Rates und der Ausschüsse zu informieren. „Wer nach Themen recherchieren möchte, kann dies nun auf einfachem und schnellen Wege bewerkstelligen“, sagt Karin Wiech. Dabei sei es Ziel, die Verwaltungsvorgänge transparenter zu gestalten und die Bürger über die Gremienarbeit vertiefter zu informieren.

Tablets für Gemeinderäte

Laut Verwaltung arbeitet die Gemeinde bereits seit dem Jahr 2016 mit dem Gremienvorbereitungsprogramm „Session“. „Diese Software ermöglicht eine Vereinheitlichung der Vorberichte zu Sitzungen sowie eine zentrale Steuerung der Sitzungsvorbereitung, wobei das Programm zuvor über ein Jahr innerhalb der Gemeindeverwaltung getestet wurde“, betont Bürgermeister Daniel Enzensperger in einer Pressemitteilung. Zudem habe man zum Jahreswechsel für die digitale Gremienarbeit Tablets angeschafft. Seitdem stehe jedem Gemeinderat für die Gremienarbeit ein solches Gerät zur Verfügung. Karin Wiech: „Sitzungsunterlagen werden daher künftig nicht mehr via Post, sondern ausschließlich elektronisch zur Verfügung gestellt, was Unmengen Papier einspart und somit unsere Umwelt schont, schließlich reden wir von jährlich rund 100 000 Seiten bedrucktem Papier“. Die Umstellung auf den digitalen Sitzungsdienst sorge daher nicht nur für mehr Transparenz, sondern bringe zugleich ökologische und ökonomische Vorteile mit sich.

Laut Rathaus könne der interessierte Bürger die Sitzungsunterlagen eine Woche vor der jeweiligen Sitzung auf der Homepage der Gemeinde (derzeit unter: Bürger/Rathaus & Service/Kommunalpolitik) online einsehen und sich zu Hause ausdrucken lassen. „Über ein internetfähiges Tablet, Notebook oder Smartphone ist es den Zuhörern nun ab sofort möglich, die gewünschten Informationen während der Sitzungen im Sitzungssaal abzurufen“, heißt es seitens der Verwaltung.

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