Kressbronner Feuerwehr rückt 150 Mal aus

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Die geehrten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr samt Bürgermeister Daniel Enzensperger (rechts) und Kommandant Peter Schlegel
Die geehrten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr samt Bürgermeister Daniel Enzensperger (rechts) und Kommandant Peter Schlegel (Zweiter von rechts) sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Schörkhuber (Zweiter von links) und Hans Burkhart vom Kreisfeuerwehrverband (Dritter von links) freuen sich über eine schlagfähige und gut aufgestellte Truppe in Kressbronn. (Foto: ANDY HEINRICH)
Freier Mitarbeiter

Ein intensives und arbeitsreiches Jahr haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kressbronn 2018 verzeichnen können. Bei 150 Einsätzen wurde die Feuerwehr im Schnitt dreimal pro Woche alarmiert. „Die Einsatze haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Unsere Personaldecke dagegen bleibt nahezu unverändert“, stellte Kommandant Peter Schlegel in seinem Jahresbericht fest.

„2018 war ein Jahr voller Herausforderungen und arbeitszeittechnischen Rekorden“, sagte Schlegel bei der Hauptversammlung. Der Kommandant betonte, dass man auch mit Hinblick aufs Personal weiterhin Eigenwerbung betreiben müsse, um den ständig wachsenden Aufgaben gerecht werden zu können. Viel Lob und Anerkennung sprach er nicht nur seinen aktiven Kameraden, sondern auch der Jugendfeuerwehr aus: „Ihr seid die Basis für eine erfolgreiche und aktive Wehr. Macht weiter so und engagiert Euch fleißig“. In puncto Ausbildung und technischer Ausrüstung zeige sich die heimische Feuerwehr laut Schlegel von ihrer besten Seite – auch, was den Fuhrpark betreffe. Da die Vielzahl der Fachthemen im Bereich Aus- und Fortbildung nicht über ehrenamtliche Ausbilder abgedeckt werden kann, müsse man verstärkt auf private Dienstleister zurückgreifen, was teils mit Kosten verbunden sei. Schlegel: „Hier konnten wir uns im vergangenen Jahr über großzügige Spenden freuen. Mein Dank gilt neben den Sponsoren auch der Gemeindeverwaltung, die stets ein offenes Ohr für uns hat.“

Wie auch andere Gemeinden hat die Kressbronner Feuerwehr laut Schlegel ein Problem, das aus eigener Kraft nicht gesteuert und gelöst werden kann. Um die Teamstärke von 77 Mann zu halten, sei es erforderlich, vor allem jungen Kameraden bezahlbaren Wohnraum anzubieten. „Immer häufiger müssen diese aus Kressbronn wegziehen, weil sie sich keine Wohnung im Ort leisten können“, sagte der Kommandant. Diesem Trend müsse man entgegenwirken. Schriftführer Sebastian Martin sprach in seinem Rückblick unter anderem über besondere Einsätze.

Peter Schörkhuber, stellvertretender Kreisbrandmeister, hob die verschworene Kameradschaft in Kressbronn hervor. Bürgermeister Daniel Enzensperger lobte: „Sie setzen für die Bürger nicht selten ihr Leben aufs Spiel und opfern viel freie Zeit zum Wohle der Gemeinschaft. Dafür spreche ich Ihnen im Namen der Gemeindeverwaltung meinen größten Dank aus. Leisten Sie bitte auch in Zukunft so eine vorbildliche Arbeit, ich bin stolz auf Sie“. Markus Schnell-Specker für 25 Jahre treue Dienste ebenso geehrt worden, wie Robert Kathan, Joachim Steputat, Siegfried Zoll und Dieter Mainberger für ausgewöhnliche Leistungen.

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