Klaus Gimple gönnt sich eine Verschnaufpause

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 Nur noch bis Saisonende Coach in Kressbronn: Klaus Gimple.
Nur noch bis Saisonende Coach in Kressbronn: Klaus Gimple. (Foto: Archiv: alho)
Sportredakteur

Abschied mit Ansage beim SV Kressbronn: Zum Ende der laufenden Spielrunde verlässt Klaus Gimple als Trainer der ersten Fußballmannschaft des SV Kressbronn den Verein. Ausschließlich persönliche Motive macht der 57-Jährige für seinen Entschluss geltend.

„Ich möchte endlich mal aus der Verantwortung für Mannschaften herauskommen“, sagt Gimple, der „26 Jahre fast ohne Unterbrechung“ als Fußballtrainer im Einsatz ist. Schon vor Weihnachten sei der Entschluss in ihm gereift. „Im Dezember kam dann der Verein wegen der Saison 2019/20 auf mich zu. Da habe ich signalisiert, dass ich im Sommer nicht mehr weitermachen möchte.“ Wie lange es Klaus Gimple ohne Fußball am Rasenplatz aushalten wird, lässt er offen. Nur soviel: „In nächster Zeit ist erst mal Schluss.“ Vorstellen könne er sich allenfalls, als Torwarttrainer in einem Verein tätig zu werden oder auszuhelfen.

Nach der Entlassung von Stefan Krause übernahm Gimple zur Winterpause 2017/18 das Traineramt bei der Ersten in Kressbronn. In derselben Funktion war er über mehrere Jahre beim Ligakonkurrenten TSV Meckenbeuren, den er von der B-Liga in die Bezirksliga führte, tätig. „So zwei bis drei Jahre“ habe er mit der SVK-Vorstandschaft seinerseits seine Verweildauer in einem ersten Schritt grob vereinbart. Nach seinem angekündigten Rücktritt im Sommer werden es nun 18 Monate sein.

Bis Saisonende wird Klaus Gimple beim SV Kressbronn an der Seitenlinie das Sagen haben – und versuchen, das gesteckte Saisonziel, „vorne mitzuspielen“, so gut es geht weiterzuverfolgen. Am 18. Januar bat er seine Spieler zurück ins Training, witterungsbedingt sind derzeit vor allem Laufen und Spinning angesagt. Erste Testspiele gegen den VfB Friedrichshafen (0:7), SV Kehlen (1:2), die TSG Ailingen (4:0) und bei einem Blitzturnier gegen den FC Kluftern (1:0) sind absolviert. Bevor der SVK auf Tabellenrang fünf überwinterte, kletterte der Bezirksligist nach einem ziemlich verkorksten Saisonstart stetig nach oben. „Die ersten Spiele haben wir etwas versemmelt“, erinnert sich der 57-Jährige nur ungern an den Sommer des vergangenen Jahres.

Wer nach der Saison von ihm übernimmt, ist nicht bekannt. Derzeit liegt keine Stellungnahme Vorstands vor. „Die sind am Suchen“, weiß Gimple, der seinen Noch-Verein lobend hervorhebt. „Selten habe ich so eine vorbildliche Jugendarbeit gesehen wie in Kressbronn.

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