Jeder Mensch hat seine Welt

Noch ist die Leinwand auf der Staffelei leer - Gudrun Teumer-Schwaderer und der Künstler Hubert Kaltenmark sind gespannt auf den
Noch ist die Leinwand auf der Staffelei leer - Gudrun Teumer-Schwaderer und der Künstler Hubert Kaltenmark sind gespannt auf den 7. Kressbronner KunstCampus. (Foto: Christel Voith)
Schwäbische Zeitung

Der Kressbronner Kunstcampus, bei dem ein bildender Künstler eine Woche lang mit Schülern arbeitet, ist in seiner Konzeption im Bodenseekreis und darüber hinaus einmalig, an der Parkschule findet der Workshop zum siebten Mal statt und ist damit schon zur guten Tradition geworden. Er konnte 2020 trotz Corona durchgeführt werden und wird auch diesmal wieder am Ende der Sommerferien stehen. Die Flyer werden gleich nach den Pfingstferien ausgegeben.

15 Schülerinnen und Schüler dürfen teilnehmen, wobei Hubert Kaltenmark sich auch etwas ältere Teilnehmer wünscht, Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sind angesprochen.

Wer in den letzten Jahren zugeschaut hat, durfte erleben, mit welchem Eifer und welchem Spaß die Teilnehmer dabei waren, mit neuen Materialien zu experimentieren, neue Seherfahrungen zu gewinnen. Dabei bringt jeder Künstler neue Ansätze, neue Herausforderungen mit.

Gudrun Teumer-Schwaderer, die den Workshop als Konrektorin wie als Mitglied der Kulturgemeinschaft betreut, freut sich, dass für 2021 der Künstler Hubert Kaltenmark gewonnen werden konnte, der als Dozent einer Künstlerklasse der Jugendkunstschule Bodenseekreis auch viel didaktische Erfahrung mitbringt: „Die Arbeit mit Jugendlichen liegt ihm sehr.“

Das Besondere am Kunstcampus ist ja, dass ein Künstler einerseits zeigt, was er selber tut, und dass er mit den Schülern arbeitet. Dafür bleibt man diesmal nicht nur in der Schule, sondern Kaltenmark lädt nach der Einführung auch für drei Tage in sein Atelier ein, wo die Schüler inmitten von Kunst und den passenden Werkzeugen und Maschinen die Stimmung erleben und arbeiten dürfen.

„Die Beschreibung der Welt“ ist sein Thema. „Es geht um die Frage ‚Was ist Welt?‘ Jeder Mensch hat seine Welt.“ Da gelte es, Grenzen wahrzunehmen, Grenzen, die wir auch in unserer freiheitlichen Gesellschaft überall finden können: am Grenzposten, an der Bahnschranke, an Verbotsschildern... In einem ersten Rundgang wird Kaltenmark die Schülerinnen und Schüler solche Grenzen suchen und fotografieren lassen. Nach der Wahrnehmung kommt das Festhalten, kommen die handwerklichen Prozesse. Ausgewählte Motive werden ausgedruckt, gerastert, gemalt – mit selbst angesetzten Aquarell- oder Temperafarben. Und noch eine Ebene kommt darüber: Geschriebenes, persönliche Texte werden das Bild überlagern. Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein. Zusammen mit der Kaltenmark-Ausstellung unter dem Titel „Die Beschreibung der Welt“ werden die Workshop-Ergebnisse am 17. September in der Lände präsentiert.

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