Jahrbuch erscheint am Neujahrsempfang

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Der Kressbronner Kulturbeauftragte Jakob Böttcher freut sich: Das neue Kressbronner Jahrbuch ist fertig und kann in Druck gehen.
Der Kressbronner Kulturbeauftragte Jakob Böttcher freut sich: Das neue Kressbronner Jahrbuch ist fertig und kann in Druck gehen. (Foto: Christel Voith)
Helmut Voith

Die Arbeiten am neuen Kressbronner Jahrbuch, das beim Neujahrsempfang am 16. Januar vorgestellt werden soll, sind in die heiße Phase gekommen. Jakob Böttcher, der neue Kulturbeauftragte der Gemeinde, hat den Tisch voll mit Vorschlägen für den Umschlag. Fein säuberlich liegen die fertigen Seiten im Ordner. Es ist das erste Jahrbuch, das er gestaltet: „Die Arbeit am Jahrbuch bietet enorme Chancen, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, auch selbst zu schreiben. Das macht die Arbeit spannend, abwechslungsreich.“

Kressbronn ist die einzige Gemeinde im Bodenseekreis, die regelmäßig ein eigenes Jahrbuch herausgibt. Ein Werk, in dem wichtige Themen für den Ort weit ausführlicher behandelt werden können als in der Tageszeitung. Als Beispiel nennt Böttcher die Reinhaltung des Bodensees. Während die Fischer zunehmend über den Rückgang der Fischfänge klagen, freuen sich die Menschen der Großregion bis in den Stuttgarter Raum über die bessere Wasserqualität – Bodenseewasser ist der Rohstoff für ihr Trinkwasser. Auch die Urlauber sind zufrieden. Im Jahrbuch kann das Phänomen aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachtet, eine Diskussion mit mehr Tiefgang ermöglicht werden.

Unterschiedlichste Autoren liefern die Texte, vom Gelegenheitsschreiber, der lange bedrängt werden muss, bis zum Wissenschaftler, dessen Fachsprache auf Allgemeinverständlichkeit überprüft werden muss. Er spricht beispielsweise vom „Regenereignis“, der Durchschnittsleser einfach vom Regen. Mit Fingerspitzengefühl versucht der Kulturbeauftragte die Texte, wenn nötig, zu optimieren.

Ein Leitthema für das ganze Jahrbuch gibt es nicht, aber verstärkte Themenkomplexe: „Es ist ein bewährtes, etabliertes Format, auf Langfristigkeit angelegt, und soll auch nach zehn Jahren noch Veränderungen erkennen lassen.“ Dass in einem Wahljahr die Wahlergebnisse noch einmal genauer vorgestellt werden, versteht sich von selbst. Das ist sicher einer der Gründe, dass diesmal der Umfang deutlich gewachsen ist, und das bei gleichgebliebenem Preis (14 Euro), was dank großzügiger Sponsoren – Firmen und Einzelpersonen – möglich sei.

Auf Interesse dürfte nach dem abgeschlossenen Umbau des Rathauses der Blick auf die Bauphasen wie auf die Geschichte des Rathauses sein. Auch das starke Wachstum der erst seit 1934 bestehenden Gemeinde wird erklärt. Wissenschaftlichkeit soll mit unterhaltsamen Aspekten verbunden werden, dabei werden wieder alle Bereiche von der Natur, Geschichte und Kultur bis zum Vereinsleben, zu Ehrungen und Nachrufen berücksichtigt. Als Beispiel für den sozialen Bereich nennt Böttcher den Beitrag von Paula Voigt, der jahrelangen Leiterin des Kapellenhofes, der Lebensräume für Jung und Alt. Sie blickt auf ihre Zeit in der von der Stiftung Liebenau betriebenen Einrichtung zurück, die zu einem zentralen Ort der Begegnung und des Miteinanders geworden ist, Senioren aus der Isolation holt und möglichst lang Gemeinschaft erleben lässt.

Jakob Böttcher ist guter Dinge, dass der neue Band, der in diesen Tagen in Druck geht, wieder auf reges Interesse stoßen wird. Gutscheine sind bereits erhältlich.

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