Isabel und Veronika Vetter laden ein zum jungen Projektchor „Stimmreich“

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„Komm zu uns ins Stimmreich“, so locken Isabel (links) und Veronika Vetter in ihren neuen Projektchor.
„Komm zu uns ins Stimmreich“, so locken Isabel (links) und Veronika Vetter in ihren neuen Projektchor. (Foto: Helmut Voith)
Helmut Voith

Die erste Probe ist am Mittwoch, 8. Januar, um 19 Uhr in der Lände Kressbronn. Geprobt wird vorerst von Januar bis März mittwochs von 19 bis 21 Uhr.

„Stimmreich“ soll der neue Projektchor heißen, zu dessen erstem Zusammentreffen Isabel und Veronika Vetter am Mittwoch, 8. Januar, um 19 Uhr in die Lände in Kressbronn einladen. Beim gemütlichen Frühstück haben die beiden der Schwäbischen Zeitung erzählt, wie es dazu kam und was sie sich vom Projektchor erhoffen.

Als Isabel vor etwa eineinhalb Jahren von der Ausbildung in Ulm nach Kressbronn zurückkehrte, wollte sie wie auch dort schon wieder in einer Gemeinschaft singen und suchte einen Chor, in dem man einfach mal mitmachen könnte. Weil das nicht so einfach war und sie auch andere kannte, die sich nicht trauten, in einen der großen Chöre zu gehen, kam den Schwestern die Idee eines Projektchores mit möglichst geringen Einstiegskriterien.

Sie denken an junge Menschen im Alter zwischen 18 und etwa 35 Jahren, die einfach mal das Singen im Chor ausprobieren wollen. Chorerfahrung oder Notenkenntnisse werden dabei nicht vorausgesetzt: „Es muss nicht jeder eine supertolle Stimme haben – ein Laienchor, wo sich viele Stimmen treffen, hat seinen besonderen Klang“, fasst Veronika Vetter die Anforderungen zusammen.

Sie denken an moderne Popsongs, an eine bunte Mischung. Die Freude am gemeinsamen Singen, das „Entdecken“ der eigenen Stimme sollen im Vordergrund stehen: „Die Leute sollen spüren, dass das Singen unheimlich Spaß macht.“ Sie sollen auch etwas zur richtigen Atmung erfahren oder wie die eigene Stimme klingt und wie man sie verändern kann. Dafür ist das Team aus Logopädin und diplomierter Sängerin natürlich bestens geeignet. Beide wollen die Freude, die sie selbst am Singen haben, vermitteln, wollen andere anstecken und begeistern.

Dazu bekennt Veronika, die schon einen Chor in Nonnenhorn und einen Frauenchor in Bregenz leitet: „Ich leite unheimlich gern Chöre, ich hätte nie gedacht, wie unglaublich mich das erfüllt.“ Mit ihrem Projekt wollen sie für niemanden Konkurrenz sein, daher hätten sie auch gezielt junge Erwachsene im Blick, die, wenn sie erst einmal erfahren haben, dass sie singen können, später in einen festen Chor einsteigen können, dazu Isabel: „Wir wollen die Mitsänger liefern.“

Auch KressCendo ist vor Jahren als Projektchor entstanden, in Hiltensweiler ist beim neuen Chor „Tontreff“ Ähnliches passiert. Die Reihe der Beispiele ließe sich fortsetzen.

Das ganze Projekt läuft unter dem Mantel der Kulturgemeinschaft Kressbronn, die den Probenraum in der Lände zur Verfügung stellt. Dazu der Kulturbeauftragte Jakob Böttcher: „Ich bin sehr glücklich, dass Isabel und Veronika auf mich zugekommen sind und dass sie so mutig sind, so ein Projekt auf die Beine zu stellen.“ Gerne verstärke er die Idee, die aus dem Ort selber kommt. Beste Erfahrungen habe die Kulturgemeinschaft schon mit den „Muschelkonzerten“ gesammelt, die junge Leute aus der Region zu kleinen Popkonzerten in den Schlösslepark holen.

Seit die kleinen Handzettel ausliegen, haben schon einige Interessenten angebissen, sogar schon ein paar Männer, die bekanntlich bei Chören Mangelware sind. Wer nicht gleich einsteigen könne, dürfe gerne später dazukommen, sagen beide.

Die erste Probe ist am Mittwoch, 8. Januar, um 19 Uhr in der Lände Kressbronn. Geprobt wird vorerst von Januar bis März mittwochs von 19 bis 21 Uhr.

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