HSG bleibt an der Spitze dran

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Endstation „blaue Wand“: Martina Kordic (am Ball) und ihr TV Kressbronn finden kaum ein Durchkommen gegen die HSG Friedrichshaf
Endstation „blaue Wand“: Martina Kordic (am Ball) und ihr TV Kressbronn finden kaum ein Durchkommen gegen die HSG Friedrichshafen-Fischbach I. (Foto: Alexander Hoth)
Schwäbische Zeitung

Die HSG Friedrichshafen-Fischbach I hat das Lokalderby der Handball-Bezirksliga der Frauen nach Belieben dominiert. Für die „Seesterne“ aus Kressbronn ging vor den eigenen Fans in der Kressbronner Seesporthalle vieles einfach zu schnell. Am Ende hatte sich der Tabellendritte auch in dieser Höhe verdient mit 30:16 durchgesetzt.

Es waren gleich die ersten Minuten nach dem Pausentee gewesen, in denen der Tabellendritte noch einmal einen Gang zulegte. Nachdem die „Erste“ der Häfler Spielgemeinschaft zur Halbzeit – sehr zur Freude der mitgereisten Fans – mit 13:9 vorne lag, setzte sie sich bis zur 41. Minute vorentscheidend auf 21:10 ab. In dieser Phase des Lokalderbys waren die Gäste schneller auf den Beinen, standen in der Abwehr besser und ließen so gut wie keine Möglichkeiten aus.

Technische Fehler

Auf der Gegenseite rannten sich die Gastgeberinnen aus Kressbronn immer wieder fest oder leisteten sich technische Fehler und Ballverluste. Auch TVK-Spielmacherin Martina Kordic, die zusammen mit Stefanie Raaf für das Coaching der „Seesterne“ verantwortlich ist, schaffte es auf dem Feld nicht, ihre jungen Mitspielerinnen zurück in die Spur zu bringen. Diese waren spätestens nach den schweren Verletzungen von Lisa Ullrich, Ann-Kathrin Messner und Julia Schörkhuber mit dem Kopf nicht mehr richtig bei der Sache, während sich nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Laura Henrichs bei der HSG FF, die an diesem Tag von Uwe Feßler betreut wurde, eine Art „Jetzt erst Recht“-Stimmung breit machte. Dabei waren die TVK-Damen in den ersten Minuten noch auf Augenhöhe unterwegs und lagen zweimal in Führung (1:0, 2:1). Doch mit zunehmender Spieldauer war die größere Frische und bessere Kondition des Kontrahenten nicht zu übersehen. Dieser ließ auch in der Schlussphase nicht mehr allzu viel zu und feierte – auch unter den Augen der Ailinger Ligakonkurrenz – einen deutlichen 30:16-Auswärtssieg. „Wir sind natürlich sehr glücklich über dieses Ergebnis, obwohl wir ein deutlich engeres Spiel erwartet hätten“, bilanzierte HSG-Betreuer Uwe Feßler. „Mit diesen zwei Punkten sind wir oben dran. Unser Ziel ist nun, das Rennen um die Spitze, so lange es geht, offen zu gestalten.“ Und Steffi Raaf kommentierte wie folgt: „Wir haben es in den ersten 15 Minuten gar nicht schlecht gemacht, mussten dann drei Ausfälle verkraften, was uns nicht gelungen ist. So hatten wir gegen eine mental und körperlich wesentlich stärkere HSG keine Chance.“

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