Hier schlägt das Herz vieler Gartenfreunde höher

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Einfach traumhaft: Margret Pramann – hier mit ihrem „Gänsemariechen“ – in ihrem großzügigen Garten.
Einfach traumhaft: Margret Pramann – hier mit ihrem „Gänsemariechen“ – in ihrem großzügigen Garten. (Foto: Brigitte Geiselhart)

Kressbronn blüht auf: Unter diesem Motto gibt es am Sonntag, 17. Juni, wieder die Möglichkeit, bei der Kressbronner Garten-Tour 2018 Gärten mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu besuchen. Von 10 bis 17 Uhr stehen interessierten Besuchern neben den öffentlichen Parkanlagen „Seegarten“ und „Seepark & Schlösslepark“ auch verschiedene private Gartentüren offen. Diese Gärten – vor allem auch die Menschen, die dahinterstehen – wollen wir unseren Lesern in einer Serie vorab vorstellen. Heute: Der Garten der Familie Pramann am Gottmannsbühl.

„Irgendwo anders leben?“ Nein, das könnte sich Margret Pramann beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn man sich auf diesem großzügigen Gelände umschaut, kann man diese Gefühlslage leicht nachvollziehen. Hier findet man all das, was das Herz des Gartenfreunds höherschlagen lässt. Eine wunderschön gepflegte Anlage auf der einen Seite und doch darf nicht zuletzt die Natur hier eine Hauptrolle spielen. Umgeben von Obst- und Hopfenanlagen steht in der Nachbarschaft auch eine alte Hammerschmiede – die Wehrmauer des früheren Mühlenteichs ist heute noch sichtbar. Wasser gibt es aber auch im Garten von Margret Pramann reichlich. Einmal in Form eines Teiches, in dem sich eine Vielzahl prächtiger Koi-Karpfen tummelt. Andererseits verläuft durchs Grundstück auch der Fallenbach. „Ich erinnere mich noch gut an ein Hochwasser vor ein paar Jahren“, erzählt die Gartenbesitzerin. „Damals stand das Wasser 1,80 Meter hoch bei uns im Keller.“

Dass bei der Anlage des Gartens viel Leidenschaft im Spiel war, das wird bei einem Rundgang schnell klar. „Wir sind 1987 nach Kressbronn gezogen“, erzählt die gebürtige Duisburgerin. „Zwei Jahre später haben wir dieses Haus gekauft und dann auch mit der Gartenkonzeption begonnen.“ Erhalten geblieben sind nicht nur die Haselnuss- und Walnussbestände am Hang, auch zwei alte Kirschbäume. Die gestalterische Handschrift von Margret Pramann ist vielfach sichtbar, sowohl im mediterranen Touch als auch in einem deutlich erkennbaren fernöstlichen Einfluss. Man sieht zwei Pagoden, eine Buddha-Figur, zwei historische portugiesische Amphoren, Yucca, Sisal- und Fächerpalme, auch Iris, Kirscholeander und Rotahorn.

Nicht nur Menschen, auch Tiere fühlen sich in diesem Garten wohl. Allen voran natürlich der Yorkshire-Malteser-Mischling „Wuschel“, der sein Frauchen auf Trab hält. Vögel nisten in einer großen Thuja-Hecke, auch Libellen sind gern gesehene Gäste. Im Kirschbaum hat früher schon mal ein Specht sich eine Höhle gebaut, einige Jahre war sogar ein Eisvogel zu beobachten und manchmal lassen sich auch ein Reiher oder ein Fuchs blicken. „Es gab sogar Zeiten, in denen ich einen Ziegenstall hatte, auch zwei Zwergziegen oder Heidschnucken mit kleinen Lämmlein“, blickt Margret Pramann ein wenig zurück.

Zu ihrem Sohn Ralf Wiesener, der mit seiner Familie ebenfalls in Kressbronn wohnt und zu ihren drei Enkeln hat sie es nicht weit. Auch dafür ist die reiselustige Dame, die erst in diesen Tagen von einem dreiwöchigen Spanienaufenthalt zurückgekommen ist, dankbar. Klar, dass nach so langer Abwesenheit in der verbleibenden Zeit bis zur Kressbronner Garten-Tour wieder einiges herzurichten ist. „Auf diesen Termin freue ich mich schon lange“, sagt Margret Pramann.

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