Heidi Wagner-Kerkhof erhält Hilde-Broër-Preis

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Heidi Wagner-Kerkhof erhält Hilde-Broer-Preis
Heidi Wagner-Kerkhof erhält Hilde-Broer-Preis (Foto: Hilde-Broër-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Der elfte Hilde-Broër-Preis ist vergangene Woche in Münster an die Bildhauerin und Medailleurin Heidi Wagner-Kerkhof aus Halle verliehen worden. Der Hilde-Broër-Preis ist der jüngste deutsche Bildhauerpreis, der alle zwei Jahre an einen Künstler oder eine Künstlerin für das Lebenswerk auf dem Gebiet der Medaillenkunst vergeben wird.

Hilde Broër, eine der originellsten Medaillenschöpferinnen des vergangenen Jahrhunderts, hat in Kressbronn in über 50 Jahren ein stringentes und vielseitiges skulpturales sowie reliefplastisches Werk im Kontext zur Entwicklung der Moderne geschaffen, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Kressbronn. In ihrer gestalterischen Vielseitigkeit gelang es ihr, den bislang konventionell strengen Medaillenstil zu erneuern, indem sie ihre Medaillen skulptural aufbrach und durch gezielte Wechselwirkungen zwischen positiver und negativer Form raumillusionierende Wirkungen schuf. Dabei entwickelte sie eine ganz persönliche Bildsprache. Bis zu ihrem Tod gelang es ihr, in der kleinformatigen Medaille große Kunst zu schaffen, die bis zum heutigen Tag international Beachtung und Bewunderung findet, so die Mitteilung weiter.

Nach der anlässlich ihres 100. Geburtstages in der Lände eröffneten Retrospektive „Hilde Broër und die deutsche Kunstmedaille in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ war die Gemeinde Kressbronn im Zusammenwirken mit der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst 2004 übereingekommen, Hilde Broërs herausragenden Rang hinsichtlich der Entwicklung der zeitgenössischen Kunstmedaille partnerschaftlich an einen Preis zu binden, der ihren Namen trägt.

Die Gemeinde Kressbronn ist stolz darauf, dass aus Beständen der Lände immer wieder diese so entscheidenden Positionen der Kunst gezeigt werden können.

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