Graureiher und Rotmilane beobachten

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Graureiher und Rotmilane bei der Nachernte auf dem Feldgrasacker vor der Saatbeetbereitung.
Graureiher und Rotmilane bei der Nachernte auf dem Feldgrasacker vor der Saatbeetbereitung. (Foto: Nabu)
Schwäbische Zeitung

Landwirt Ludwig Emser aus Gohren hat in Kooperation mit dem NABU Langenargen auf einem Hektar Ackerland ein Blühfeld für Insekten und Vögel angelegt. Dazu wurde eine einjährige, in der Landwirtschaft gängige einjährige Blühmischung ausgesät, heißt es in einem Pressebericht. Auf einer Teilfläche wurden verschiedene ein- und mehrjährige spezielle Blühsaate für Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und Schmetterlinge ausgebracht.

Die Hauptblüte wird im Sommer und Herbst, in der blütenarmen Phase der Vegetationsperiode sein. Durch einen Pfad wird ein Teil des Blühfeldes erschlossen, um die Insekten bei ihrer Arbeit näher beobachten zu können. Es ist daran gedacht, das Blühfeld als außerschulischen Lernort für Schulklassen oder andere interessierte Naturfreunde zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich bietet der NABU Langenargen Führungen zum Thema Blühfläche an, auch mit Einbeziehung der nahegelegenen Streuwiesen und dem Auenwald. Schon bei der Anlage des Blühfeldes stellten sich Graureiher und Rotmilane ein, die reichlich Nahrung im gemähten und umgebrochenen Feldgrasacker fanden. Die Fläche befindet sich in der Nähe der Argen nördlich der Bahnlinie, der Weg dahin wird ausgeschildert.

Inspiriert wurde die Kooperation durch das Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz, welches vom NABU Baden-Württemberg, dem Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis, dem hiesigen Bauernverband und der Stiftung Blühender Bodensee durchgeführt wurde.Die Anlage von einem Quadratmeter Blühfeld verursacht Kosten von einem Euro. Das Projekt kann durch eine Spende unterstützt werden.

Interessierte wenden sich an Peter Weinreich vom NABU Langenargen (info@nabu-langenargen.de) oder schauen auf die Internetseite (www.nabu-langenargen.de), wo die Entwicklung des Blühfeldes dokumentiert wird, schließt der Pressebericht.

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