Gleich drei Gründe zum Feiern

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Wilfried Geiselhart

Gleich drei Anlässe zum Feiern hat es rund um das Kressbronner Rathaus gegeben, das am Sonntag zu einem Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Zum einen waren viele Besucher darauf gespannt, das Rathaus nach Abschluss des Umbaus erstmalig in Augenschein nehmen zu dürfen. Eingeweiht wurde aber auch das neue Tanklöschfahrzeug TLF 4000 – und es galt, sich über das 25. Jubiläum der Jugendfeuerwehr zu freuen.

Und dennoch lag ein Schatten über diesem an sich so schönen Tag: Man habe sogar darüber nachgedacht, die Veranstaltung abzusagen, betonte Bürgermeister Daniel Enzensperger mit Blick auf den wenige Tage zurückliegenden Unfalltod von Pfarrer Martin Rist. Man sei aber gemeinsam mit der Kirchengemeinde zum Schluss gekommen, dass eine Absage nicht im Sinne des Verstorbenen sei, sagte Enzensperger und rief zu einer Gedenkminute für Martin Rist auf.

Eine „Investition in die Zukunft“ nannte der Bürgermeister den Umbau des Rathauses, für den die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro in die Hand genommen hat. Ziel sei es gewesen, ein modernes, helles und bürgerfreundliches Rathaus für die Bürger, attraktive Arbeitsplätze mit ausreichenden Büroräumen für die Mitarbeiter zu schaffen und gleichzeitig eine gute Übergangslösung für die Deckung des Kinderbetreuungsbedarfs zu realisieren. „Eine große Herausforderung, die durchaus gelungen ist“, so Enzensperger. Insbesondere seien durch den Verbindungssteg die Laufwege zwischen den beiden Rathausgebäuden verkürzt und damit aus dem Rathaus auch eine bauliche Einheit gemacht worden. „Toll, dass es auch noch Baustellen gibt, die weitgehend reibungslos, im Bauzeitplan und ordnungsgemäß abgeschlossen werden können“, so das Lob des Bürgermeisters in Richtung von Architekt Markus Fakler und aller beteiligten Firmen. Zufriedene Gesichter auch bei den Mitarbeitern der Verwaltung. „Hell, offen, gläsern, transparent“ – diese positiven Attribute schreiben etwa Hauptamtsleiter Andreas Wagner und Karin Wiech vom Amt für Kommunikation und Bürgerbeteiligung dem Umbau zu. „Vor allem auch eine deutliche Attraktivitätssteigerung im Hinblick auf potentielle neue Mitarbeiter“, sind sie sich einig.

Dass das neue Tanklöschfahrzeug TLF 4000 schon wertvolle Dienste über Gemeindegrenzen hinweg geleistet hat, das hat sich etwa beim Großbrand in Meckenbeuren-Sassen vor wenigen Wochen gezeigt. Umso wichtiger sei es für die Freiwillige Feuerwehr, für solche Situationen bestens gerüstet zu sein, betonte Feuerwehr-Kommandant Peter Schlegel. Sein Dank galt sowohl der Gemeinde als natürlich auch den mehr als 70 aktiven Feuerwehrkameraden, die im Schnitt 140 Einsätze pro Jahr zu leisten hätten. Dass es an Nachwuchs nicht mangelt, das ist der Jugendfeuerwehr zu verdanken, die großartige Arbeit leiste, wie Feuerwehrjugendwart Christian Schörkhuber ergänzte. Anerkennende Worte auch vonseiten der Politik. „Die Kressbronner Feuerwehr gehört zu den am besten aufgestellten Feuerwehren im gesamten Bodenseekreis“, so das Zeugnis des Landtagsabgeordneten Klaus Hoher.

Im Anschluss an das offizielle Programm, das vom Bläserensemble der Jugendmusikschule musikalisch umrahmt wurde, ließen sich viele Kressbronner einen Rundgang durchs neu gestaltete Rathaus nicht entgehen. „Uns zu informieren ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, sagen zum Beispiel Christa und Fritz Vossen. „Heute kann man auch mal sehen, was beim Umbau alles geleistet worden ist.“

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