Geburtstagskind setzt sich durch

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 Sie waren die Schnellsten beim Halbmarathon: Sören Becker und Maren Tritschler.
Sie waren die Schnellsten beim Halbmarathon: Sören Becker und Maren Tritschler. (Foto: klei)
Klaus Eichler

Beim 46. Bodensee-Marathon in Kressbronn sind Hunderte Läufer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland am Start gewesen. Von 74 Teilnehmern beim Marathon erreichten 65 das Ziel. Von den 487 Teilnehmern am Halbmarathon querten 483 den Zielstrich. Dabei setzte sich der Sindelfinger Sören Becker (Glücksbrunn Schweina) durch, der an diesem Tag seinen 35. Geburtstag feierte, vor Lokalmatador und Dreifachsieger Robin Hanser (Triteam Langenargen) und Tobias Girbig (TV Memmingen).

Bei den Frauen war die Schweizerin Maren Tritschler (BRC Basel Running Club) die Schnellste, vor Lisanne Naumann (DLE Aachen) und Sonja Schöning (TSV Ottobeuren). Den Marathon der Männer gewann Gabriel Kammerer (SV Irslingen) vor Ralf Volk (Mentor Automotive) und Karl Fischer (Team Spat Schweizer). Bei den Frauen machte Sabine Schmey (Whiskey Running Team) das Rennen, vor Sigrid Elmer (Josiwi) und Bettina Stiefenhofer (Laufsport Saukel Kempten).

Punkt zwölf Uhr machten sich die Marathonläufer in der Hauptstraße in Höhe der Festhalle auf den 42 Kilometer langen Weg, eine Stunde später erfolgte der Startschuss für den Halbmarathon. Von der Ortsmitte führte der Lauf über den Teilort Betznau an die Argen. Nach einer 12-Kilometer-Schleife an der Argen, ging es wieder zurück über Betznau in die Ortsmitte von Kressbronn. Diese Strecke musste beim Halbmarathon einmal, beim Marathon zweimal durchlaufen werden.

Nahezu zeitgleich

Das Tempo beim Halbmarathon gaben vom Start weg der 47-jährige Lokalmatador Robin Hanser und Sören Becker an. Die 11-Kilometer-Marke erreichten beide nahezu zeitgleich. Auf den folgenden fünf Kilometern erhöhte Becker allerdings die Schrittfrequenz, lief einen Vorsprung auf Hanser heraus, die der Dreifachsieger bis ins Ziel nicht mehr wettmachen konnte. Nach 1:15:10 Stunden kam Sören Becker als Erster ins Ziel. Becker verbrachte mit Frau und seinen drei Kindern einen Kurzurlaub am Bodensee, „ich hab mich spontan entschlossen hier mitzumachen“, sagte er. Robin Hanser wurde in 1:16:55 Stunden Zweiter. „Ich war langsamer als ich mir erhofft hatte, war nicht ganz so frisch“, meinte der Langenargener Robin Hanser, der seit 2002 an diesem Lauf teilnimmt. „Das hat Tradition“. Mehr als vier Minuten vergingen, bis der Dritte, Tobias Girbig in 1:21:04 Stunden den Zielstrich querte. „Die Strecke ist toll, aber mir war es zu warm“, sagte Girbig.

Einen Start-Ziel-Sieg legte die Schweizerin Maren Tritschler bei den Frauen hin. Nach elf Kilometern betrug der Vorsprung auf die Zweite Lisanne Naumann schon mehr als eine Minute. Tritschler packte auf den nächsten fünf Kilometern nochmals gut vier Minuten drauf. Nach 21 Kilometern lief Maren Tritschler in der Zeit von 1:24:52 Stunden durch’s Ziel. „Ich bin mit meiner Zeit nicht zufrieden“, sagte Tritschler, „die Strecke an der Argen entlang war anspruchsvoll“. Knapp zehn Minuten später folgte die 26-jährige Aachener Triathletin Lisanne Naumann in 1:34:41 Stunden. „Ich habe hier eine Freundin besucht“, sagte Neumann, „da ist so ein Lauf die beste Möglichkeit das Umland kennenzulernen“. Dritte wurde die Fränkin Sonja Schöning in 1:35:57 Stunden. „Es gibt Tage da läuft es super, aber heute war’s doch sehr anstrengend“, sagte Schöning.

Den Marathonlauf der Männer dominierte lange Zeit der Vorjahressieger Ralf Volk, im Nacken den Vorjahresdritten Gabriel Kammerer. Bis zur Hälfte der Distanz marschierten beide nahezu gleich schnell vorne weg. Nach 21 Kilometern führte Volk zehn Sekunden vor Kammerer. Danach legte Kammerer allerdings noch ein paar Körner nach, überholte Ralf Volk und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel auf mehr als vier Minuten aus. Nach 2:54:26 Stunden kam Gabriel Kammerer als erster ins Ziel, Ralf Volk folgte als Zweiter in 2:58:58 Stunden, Dritter wurde Karl Fischer in 3:03:57 Stunden. „Ich habe versucht an Volk dranzubleiben, irgendwann war der dann aber weg und plötzlich habe ich ihn überholt“, freute sich Gabriel Kammerer.

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