Frischer Asphalt für verschiedene Straßen und Wege

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 Der Kressbronner Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch Straßenbauprojekte für rund 300 000 Euro beschlossen.
Der Kressbronner Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch Straßenbauprojekte für rund 300 000 Euro beschlossen. (Foto: dpa)

Oliver Schieber vom Amt für Gemeindeentwicklung und Bauwesen hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Straßenbauprojekte für das laufende Jahr vorgestellt. Insgesamt stehen im Haushalt 300 000 Euro bereit, sodass alle Projekte finanziert seien. Die Räte gaben mehrheitlich für alle Sanierungen grünes Licht.

Das ausgedehnte Netz an Gemeindestraßen und landwirtschaftlichen Wegen muss nicht nur unterhalten, sondern auch saniert und teilweise neu gebaut werden. Für das laufende Jahr sind deshalb wieder mehrere Projekte geplant, erläuterte Oliver Schieber zu Beginn.

Moosweg: Für Diskussionen sorgte zuvor die Sanierung der Wasserleitung im Moosweg, die um sieben Prozent über der Kostenberechnung liegt und mit 427 000 Euro insgesamt 70 000 Euro mehr kostet. Die Verwaltung schlug vor, den Ausbau der Alemannenstraße dafür zu verschieben, was allerdings nicht bei allen Räten gut ankam. „Die Alemannenstraße ist in einem beklagenswerten Zustand“, so Christina Kieble (SPD). Silvia Queri (Grüne) schlug den Nunzenbergweg vor, der sich aus ihrer Sicht noch ein Jahr schieben ließe. „Ich wohne ja da oben - für die paar Jogger reicht’s“, pflichtete Hermann Wieland (CDU) bei. Doch Bürgermeister Daniel Enzensperger widersprach - der Nunzenbergweg sei in einem schlechteren Zustand als die Alemannenstraße.

„Das hört sich ja an wie auf einem Basar“, so Karl Bentele (CDU) und Dieter Mainberger (BWV) schlug vor, nach der Verkehrssicherheit zu gehen. Fraktionskollege Stefan Fehringer gab zu bedenken, dass die Kosten bei einer Verschiebung nicht weniger würden - andere wären froh, wenn diese „nur bei sieben Prozent“ lägen. Schließlich entschieden sich die Räte an dieser Stelle (Gegenstimmen: Gerold Wachter, Dieter Mainberger/beide BWV, Hermann Wieland/CDU und Silvia Queri/Grüne) für eine außerplanmäßige Ausgabe. Die übrigen beschlossenen Projekte (Gegenstimme: Silvia Queri/Grüne):

Bushaltebucht am Rathaus wird barrierefrei

Barrierefreier Umbau der Bushaltebucht Hauptstraße am Rathaus: Da der Rathausplatz wegen fehlender Dehnungsfugen die vorhandenen Bordsteine an der Busbucht stetig in Richtung Fahrbahn drückt, müsse dieser ohnehin saniert werden, berichtete Oliver Schieber. Vorgesehen ist der Einbau sogenannter Kassler Borde mit einer Höhe von 18 Zentimetern. Der Bordstein ist so geformt, dass die glatte Anlauffläche eine optimale Spurführung für die Reifen bietet, andererseits verhindert das Profil, dass das Fahrzeug bei zu nahem Heranfahren auf den Borstein „klettert“. Dieser ist sowohl für die RAB-Busse als auch den Bürgerbus geeignet. Zusätzlich soll die Bushaltestelle mit Blindenleitstreifen versehen werden, die farblich abgesetzt und profiliert sind. Kosten: 64 000 Euro.

Endausbau Alemannenstraße südlicher Teil: Der südliche Teil der Alemannenstraße wurde seinerzeit nur mit einer Asphalt-Tragschicht hergestellt und „noch nie fertiggestellt“, so Oliver Schieber. Diese Tragschicht ist mittlerweile ausgemagert und rissig und zunehmend reparaturanfällig. Geplant ist hier die komplette Sanierung.

Sanierung Nunzenbergweg: Der landwirtschaftlich, aber auch von Spaziergängern stark genutzte Nunzenbergweg am Wasserhochbehälter ist ebenfalls in einem schlechten Zustand. Hier ist geplant, auf rund 500 Metern Länge den Weg zu erneuern. Zudem soll ein Niveauausgleich mit Frostschutzkies und der Einbau einer acht Zentimeter starken Tragdeckschicht auf der gesamten Länge erfolgen. Kosten: 84 000 Euro.

Fertigstellung der Ortsdurchfahrt Kümmertsweiler: 2017 wurde im Zuge der Stromerdverkabelung der Breitbandausbau in Kümmertsweiler zusammen mit dem Regionalwerk Bodensee erledigt. Die Gelegenheit wurde außerdem genutzt, um die Straßenbeleuchtung komplett zu erneuern, zu erweitern und die Straßenentwässerungsleitungen zu sanieren. Durch die Vielzahl an Leitungsgräben und Fahrbahnquerungen wurde beschlossen, die Asphalttragschicht bündig mit dem vorhandenen Belag einzubauen und die Fahrbahn endgültig wiederherzustellen. Geplant ist auf dem bestehenden Asphalt der Einbau eines Asphaltfeinbelages auf rund 350 Metern Länge, sodass auch hier der Oberbau um vier Zentimeter verstärkt wird. Dadurch wird das höhenmäßige Angleichen einiger Hofflächen an die neue Fahrbahnhöhe notwendig. Kosten: 45 000 Euro.

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