Freundschaft zu Biograd soll wiederbelebt werden

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 Mit dem Besuch einer Delegation aus Biograd, darunter Bürgermeister Ivan Knez (erste Reihe Zweiter von rechts), soll die Freund
Mit dem Besuch einer Delegation aus Biograd, darunter Bürgermeister Ivan Knez (erste Reihe Zweiter von rechts), soll die Freundschaft zwischen Kressbronn und Kroatien wiederbelebt werden. (Foto: Gemeindeverwaltung)

In die Städtepartnerschaft zwischen Kressbronn und Biograd na Moru kommt wieder Bewegung: Während es in den vergangenen Jahren eher still um die Freundschaft geworden ist (die Schwäbische Zeitung berichtete), hat die Kressbronner Jugendkapelle im Sommer der kleinen Gemeinde am Meer einen Besuch abgestattet. Nun hat eine Delegation aus Biograd Kressbronn besucht.

„Die Partnerschaft zwischen Biograd na Moru und der Gemeinde Kressbronn ist in der Tat in den letzten Jahren etwas eingeschlafen, soll aber jetzt wieder belebt werden“, teilt die Gemeinde auf Nachfrage der SZ mit. Die Delegation aus Biograd habe sich eher kurzfristig angemeldet, die Initiative sei von den Biogradern selbst gekommen. Der Partnerschaftsbeauftragte und Hauptamtsleiter Andreas Wagner holte die Delegation vergangenen Donnerstag am Flughafen Memmingen ab. Am Vormittag fand ein offizieller Empfang im Rathausfoyer statt, bei dem Bürgermeister Daniel Enzensperger die Delegation, Gemeinderäte und die Mitglieder des Freundeskreises Biograd begrüßte. Ivan Knez, Bürgermeister von Biograd na Moru, bedankte sich für die herzliche Gastfreundschaft. Er erinnerte in diesem Rahmen nochmal an den Besuch der Jugendkapelle im Sommer in Biograd und drückte seinen Respekt für die großartige Leistung der Jugendlichen aus. Diese hatten bei ihrem Aufenthalt bei mehreren Konzerten Einheimische wie Gäste gleichermaßen begeistert.

Der Donnerstagnachmittag stand im Zeichen einer Ortsbesichtigung und der kommunalpolitischen Projekte der Gemeinde. Der erste Abend klang im Gasthaus Forst gemütlich aus. Am Freitagmorgen führte Petra Sachs-Gleich durch den Hof Milz. Die Gäste aus Biograd waren beeindruckt von der alten bäuerlichen Anlage und mit welchem Engagement diese von Ehrenamtlichen im Rahmen des Vereins zur Erhaltung der Hofanlage Milz am Leben erhalten wird. Am Freitagnachmittag stand schließlich eine Besichtigung der Weinkellerei Steinhauser mit Weinprobe auf dem Programm. Eine Abschiedsfeier im Max und Moritz rundete den Besuch der Delegation ab, bevor diese am Samstagmorgen die Heimreise antrat.

Seit 2009 besteht die Städtepartnerschaft mit Biograd, einem Ort in Kroatien am Meer. Um den Austausch zu fördern und neue Projekte planen zu können, wurde 2012 – noch unter dem ehemaligen Bürgermeister Edwin Weiß – ein Biograd-Freundeskreis gegründet, der inzwischen jedoch nicht mehr existiert. Dennoch soll die Freundschaft wieder mit Leben erfüllt werden: Im Rahmen des Besuchs haben die beiden Bürgermeister einige Ideen entwickelt, wie man die Partnerschaft in den kommenden Jahren beleben könne, teilt die Gemeindeverwaltung weiter mit. So sei beispielsweise ein dalmatinischer Abend in Kressbronn und ein schwäbischer Abend in Biograd angedacht. Man möchte damit die jeweilige gastronomische Kultur einander näher bringen.

„Eine Gemeindepartnerschaft lebt allerdings nicht nur von Besuchen gegenseitiger Delegationen, sondern vor allem durch den Austausch zwischen den Bürgern, Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen. Deshalb war es wieder ein guter Anfang, dass die Jugendkapelle Biograd für eine Konzertreise ausgesucht hatte. Wir wollen daran festhalten und hoffen, dass auch andere gesellschaftliche Gruppen oder Vereine den Austausch mit der kroatischen Gemeinde pflegen“, so der Wunsch der Gemeindeverwaltung.

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