Feuer in Yachthafen verursacht hohen Schaden - Polizei bricht Bootsuche ab

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Die Spitze einer durch Brand beschädigten Motoryacht ragt im Yachthafen Ultramarin am Bodensee aus dem Wasser.
Die Spitze einer durch Brand beschädigten Motoryacht ragt im Yachthafen Ultramarin am Bodensee aus dem Wasser. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Deutsche Presse-Agentur

Ein Feuer hat in einem Yachthafen bei Kressbronn am Bodensee mindestens sieben Boote zerstört und so einen Schaden von weit mehr als einer halben Million Euro verursacht. Der Brand war in der Nacht zum Donnerstag auf einem Motorboot ausgebrochen und hatte dann auf sechs weitere Boote übergegriffen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Einsatz in Göppingen am Donnerstag mitteilte.

Wie die Kressbronner Feuerwehr mitteilte, sei sie gegen 01:30 Uhr alarmiert worden. Bereits beim Eintreffen haben mehrere Boote in Vollbrand gestanden.

Mehrere Boote sind im Yachthafen von Kressbronn ausgebrannt. (Foto: Feuerwehr Kressbronn)

Ein Zeuge, der auf seinem Boot schlief, wurde demnach durch einen Knall geweckt und alarmierte die Rettungskräfte. Zahlreiche Feuerwehrkräfte rückten an, um die Flammen zu löschen.

Durch die ebenfalls hinzugerufenen Feuerwehren aus Friedrichshafen und Langenargen wurden Ölsperren ausgebracht um eine Ausbreitung von Kraftstoffen im Hafenbecken und in den See zu verhindern und anschließend die noch schwimmenden Boote an die Krananlage zum Auswassern zu schleppen. Niemand wurde verletzt.

Ein Sachverständiger soll nun klären, wie es zu dem Feuer gekommen ist. „Bislang deutet vieles auf einen technischen Defekt hin“, so ein Polizeisprecher. Ein Nachbar am Liegeplatz des Stahlschiffes habe angegeben, dass dieses dort schon längere Zeit ungenutzt gelegen habe.

Fünf durch Brand beschädigte Motoryachten stehen im Yachthafen Ultramarin in Kressbronn am Bodensee auf Metallstützen
Fünf durch Brand beschädigte Motoryachten stehen im Yachthafen Ultramarin in Kressbronn am Bodensee auf Metallstützen (Foto: dpa)

Ein Motorboot sank nach dem Feuer komplett. Mehrere Polizeitaucher suchten in 22 Metern Tiefe danach — zunächst erfolglos. Der Einsatz wurde nach Polizeiangaben am Donnerstagmittag abgebrochen. Am Freitag sollte ein Roboter der Wasserschutzpolizei versuchen, das gesunkene Boot zu orten. Ein zweites Boot trieb nur mehr mit dem Bug über dem Wasser im Becken. Es sollte voraussichtlich noch im Laufe des Donnerstags geborgen werden, so ein Sprecher.

Die Bergung falle mitten in den Hochbetrieb vor den Wintertagen, wie die Geschäftsführerin des Hafens Ultramarin, Sonja Meichle, erzählte. Zwei Drittel der Boote würden dann aus dem Wasser geholt, „für manche Transporte zum Winterlager sind Polizeibegleitungen angemeldet. Das ist alles genau getaktet. Da darf es keine Verzögerungen geben.“ Laut Meichle läuft der Betrieb aktuell normal weiter. Der Yachthafen ist der größte am Bodensee, dort liegen mehr als 1500 Segel- und Motorboote.

Polizisten schauen sich mehrere Motoryachten an, die gebrannt haben und an Land geholt wurden.
Polizisten schauen sich mehrere Motoryachten an, die gebrannt haben und an Land geholt wurden. (Foto: dpa)
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