Eine Englandfahrt in Zeiten des Brexits

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Erleben schöne Tage in England: die Schüler des Bildungszentrums in London.
Erleben schöne Tage in England: die Schüler des Bildungszentrums in London. (Foto: Schule)
Schwäbische Zeitung

Mehr als 90 Jugendliche mit acht Begleitlehrern des Bildungszentrums Parkschule haben sich auf den Weg über den Ärmelkanal nach England gemacht. Das Programm war von Kollegen der Fachschaft Englisch zusammengestellt worden und bot einen Einblick in viele Aspekte des „British Way of Life“.

Untergebracht bei Gasteltern der typischen „Middle-Class“ in einer englischen Kleinstadt am Meer, bekamen die Schüler einen Eindruck von den Menschen und ihrer Kultur und konnten ihre Sprachkenntnisse anwenden, teilt die Schule in einem Pressebericht mit. Tagsüber waren die 13- bis 16-Jährigen mit ihren Lehrern unterwegs. Sie wanderten bei Sonnenschein entlang der Steilküste, erkundeten das Zentrum von Eastbourne, gingen zum Einkaufen oder genossen am Pier ein Eis. Auf dem Programm stand auch der Besuch von Leeds Castle, einem romantischen Wasserschloss. Auf der Busfahrt dorthin ging es auf engen heckenbesäumten Straßen durch die südenglische Hügellandschaft. „Keep calm“ hieß es da und die Bewunderung für die beiden Busfahrer wuchs. Bei der Führung durch die Schlossanlage bekamen alle ein Gefühl dafür, wie die „Reichen und Schönen“ leben und wurden im Heckenlabyrinth an Szenen aus „Harry Potter“ erinnert. Höhepunkt der Reise waren die Tagesausflüge nach London, die die gegensätzlichen Seiten der britischen Metropole aufzeigten: Auf der einen Seite Banken, Buckingham Palace, Regierungsviertel mit Brexit-Demonstranten und Nobelgeschäfte. Auf der anderen Seite kulturelle Vielfalt, bunte Märkte und die obligatorischen „Fish and Chips“. Auf der Straße begegneten den Schülern Straßenmusiker, Maler und exzentrische Typen, aber auch Menschen, die auf der Schattenseite der Großstadt ihr Dasein fristen müssen.

Selbst die Rush-Hour in der U-Bahn meisterten die Schüler. Der zweite London-Tag war auch der letzte Tag auf der Insel. Und nicht nur einmal hörte man eine Schülerstimme fragen: „Warum wollen die eigentlich weg von Europa?“ „Gerade in einer Zeit, in der Nationalismus und Engstirnigkeit in Europa wieder stärker werden, sind solche Erlebnisse wichtig“, heißt es abschließend in dem Bericht der Schule.

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