„Ein riesengroßer Gewinn für Kressbronn“

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Minister Guido Wolf hat am Donnerstag nicht nur perfektes Sommerwetter für seinen Besuch in Kressbronn im Gepäck gehabt, sondern auch einen Geldsegen für die Gemeinde: Er überreichte Bürgermeister Daniel Enzensperger den Förderbescheid über 750 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt der Bodan-Promenade, die vermutlich Mitte 2018 fertiggestellt sein soll. „Diese Uferpromenade ist in erster Linie ein riesengroßer Gewinn für Kressbronn, aber ich möchte da auch die gesamte Region miteinbeziehen“, betonte Guido Wolf und sprach sich gegen ein „Kirchturmdenken“ im Tourismus aus.

Es sei einer der Termine, „bei denen man sich entscheidet, ihn selbst wahrzunehmen“, sagte der Minister für Justiz und Europaangelegenheiten mit einem Schmunzeln zu Beginn. Zu dem kleinen Empfang auf der – bedingt durch das Hochwasser – noch recht provisorischen Uferpromenade hatte die Gemeindeverwaltung eingeladen und sowohl Bürgermeister a.D. Edwin Weiß, Tobias Schneider, Abteilungspräsident für Raumordnung und Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Tübingen, Joachim Kruschwitz, Erster Landesbeamter, Klaus Hoher, Landtagsabgeordneter der FDP, sowie die Kressbronner Amtsleiter und Gemeinderäte waren gekommen. „Besonders freue ich mich darüber, dass wir diesen Förderbescheid nicht zum ersten, sondern bereits zum zweiten Mal erhalten“, betonte der Kressbronner Schultes.

Während für den ersten Bauabschnitt, der durch das Hochwasser verzögert wurde, aber in Kürze fortgesetzt werden soll, 825 000 Euro aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm nach Kressbronn geflossen sind, sind es nun für den zweiten Abschnitt 750 000 Euro. „Das ist aus meiner Sicht der höchste Betrag, den je eine Gemeinde aus diesem Topf bekommen hat“, sagte Enzensperger und zeigte sich erleichtert, dass „das Land die Dimension unseres Projekts erkannt hat“. Er sei zuversichtlich, dass sowohl der Tourismus als auch die Wirtschaft durch die Maßnahme gestärkt würden.

„750 000 Euro – und das in einer zweiten Tranche – man darf es garnicht so laut sagen, denn auch andere lesen ja die Zeitung“, übernahm Guido Wolf das Wort. Für den „Förderschwerpunkt Bodensee“ sei dieses Projekt eine riesige Chance und Aufwertung des Ufers, die nicht nur Kressbronn, sondern der gesamten Region zugute komme, zeigte sich der Minister überzeugt. „Der Tourismus endet nicht an den Gemeindegrenzen“, betonte er. Er könne sich vorstellen, „dass hier in Kressbronn im Vorfeld nicht alles ganz geräuschlos abgelaufen sei“, worauf Edwin Weiß mit einem Schmunzeln einwarf: „Das waren drei Jahre Krieg.“ Guido Wolf zeigte sich überzeugt, dass „am Ende die Region ganz arg von dieser mutigen Entscheidung profitieren“ werde und sprach Edwin Weiß seinen Dank aus. Im Anschluss konnten sich die Gäste bei einem Rundgang über die Baustelle mit Bauherr Willi Schmeh selbst ein Bild von dem Projekt machen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen