Ein Jugendgipfel soll den Auftakt bilden

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Der Gemeinderat hat am Mittwochabend einstimmig ein Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung beschlossen.
Der Gemeinderat hat am Mittwochabend einstimmig ein Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung beschlossen. (Foto: Archiv)

Das Konzept:

Grundschule: Jedes Jahr sollen alle Kressbronner Viertklässler ins Rathaus eingeladen werden.Es soll eine Gemeinderatssitzung nachgeahmt und Fragen beantwortet werden. In Kooperation mit den Grundschulen ist beabsichtigt, das Projekt „Gemeindedetektive" zu starten. Im Rahmen eines Schulworkshops soll eine Ortserkundung veranstaltet werden. Hierbei entwickeln die Kinder Ideen für Kressbronn.

Weiterführende Schule: Die Verwaltung will jedes Jahr die neunten Klassen ins Rathaus einladen und ihnen die Grundlagen des Gemeinwesens und der Kommunalpolitik näherbringen. Gemeinsam soll über Vorschläge und Wünsche der Jugendlichen diskutiert werden.

Podiumsdiskussion vor Kommunalwahl: Im Vorfeld der Kommunalwahl 2019 ist in Kooperation zwischen Schule und Verwaltung eine Podiumsdiskussion am Bildungszentrum Parkschule geplant. Hierzu sollen alle Jugendlichen und die zur Wahl stehenden Gemeinderatskandidaten eingeladen werden.

Jugendforum: In einem weiteren Schritt ist ein Jugendforums geplant. Wichtig ist hierbei, dass im Nachgang zu einem Jugendforum Projekte auch durchgeführt werden, die im Rahmen des Jugendforums diskutiert und angeregt wurden.

Jugendhearing: Zu bestimmten Themen, die Jugendliche betreffen, soll ein Jugendhearing durchgeführt und dabei die Meinung der Jugendlichen eingeholt werden. (bb)

Die Jugendlichen in Kressbronn sollen mehr Mitspracherecht bekommen: Der Gemeinderat hat am Mittwochabend einstimmig ein Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung beschlossen. Hintergrund ist zum einen die Änderung der Gemeindeordnung, die die Beteiligung teilweise vorschreibt, zum anderen Anträge von CDU und SPD.

„Schön, mal etwas von Ihnen zu hören, immerhin sind Sie inzwischen ein knappes halbes Jahr im Amt“, begrüßte Silvia Queri (Bündnis90/Grüne) die Gemeindemitarbeiterin Karin Wiech mit Blick darauf, dass diese bislang überwiegend durch das Schreiben von Pressemitteilungen für den Bürgermeister in Erscheinung getreten sei, obwohl Karin Wiech auch die Stelle für Bürgerbeteiligung besetze. „Sie sind bisher mehr durch Propaganda und Agitation aufgefallen“, so Queri und sorgte bei den Kollegen im Sitzungssaal für Gelächter.

Zuvor hatte die Gemeindemitarbeiterin das neue Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung vorgestellt (siehe Blickkasten), denn durch die Änderung der Gemeindeordnung ist diese neu geregelt worden. „Kinder sollten und Jugendliche müssen beteiligt werden“, erläuterte Karin Wiech. Die Beteiligung sei ein wichtiges Element, die Heranwachsenden in die Entscheidungsfindung einer Gemeinde einzubeziehen und sie an die Bedeutung und Arbeit der Kommunalpolitik heranzuführen. Denn je früher man mit der Einbeziehung beginne, desto fester seien sie später mit der Gemeinde verwurzelt und bereit, sich selbst am politischen Geschehen zu beteiligen.

CDU: Reihenfolge falsch

Britta Wagner (SPD) lobte das Konzept und warf ein, dass die Gemeindedetektive in Meckenbeuren bereits seit Jahren laufen würden – und fragte, ob es Erfahrungswerte gebe. Dazu konnte Karin Wiech nichts sagen. Karl Bentele (CDU) begrüßte zwar das Konzept grundsätzlich (die CDU hatte im vergangenen Jahr dazu einen Antrag gestellt), fand aber die „Reihenfolge etwas falsch“, da aus seiner Sicht das Ganze mit einem Jugendgipfel eröffnet werden sollte, um abzufragen, was die Kinder und Jugendlichen sich überhaupt wünschen würden. „Wir wollen ja mit unserem Konzept keine Eintagsfliege, sondern eine feste Basis schaffen.“ Dem stimmte Parteikollege Hermann Wieland zu: „Die müssen sagen, wie sie sich das vorstellen.“ Er sehe zudem die Umsetzung kritisch - vor allem die Podiumsdiskussion vor der Kommunalwahl werde eine „Mammutveranstaltung mit rund 100 Kandidaten“.

Auch Stefan Fehringer (BWV) sprach sich dafür aus, erst bei den Jugendlichen abzuklopfen, wie sie sich die Beteiligung vorstellen könnten. Wichtig sei vor allem, die Teilnehmer dann auch zu begleiten, denn „es soll ja ein fortlaufender Prozess sein, in dem die Nachfolge nachrückt“. Die Räte sprachen sich schließlich dafür aus, zeitnah einen Jugendgipfel zu veranstalten, um im Anschluss dann das Konzept entsprechend umzusetzen.

Das Konzept:

Grundschule: Jedes Jahr sollen alle Kressbronner Viertklässler ins Rathaus eingeladen werden.Es soll eine Gemeinderatssitzung nachgeahmt und Fragen beantwortet werden. In Kooperation mit den Grundschulen ist beabsichtigt, das Projekt „Gemeindedetektive" zu starten. Im Rahmen eines Schulworkshops soll eine Ortserkundung veranstaltet werden. Hierbei entwickeln die Kinder Ideen für Kressbronn.

Weiterführende Schule: Die Verwaltung will jedes Jahr die neunten Klassen ins Rathaus einladen und ihnen die Grundlagen des Gemeinwesens und der Kommunalpolitik näherbringen. Gemeinsam soll über Vorschläge und Wünsche der Jugendlichen diskutiert werden.

Podiumsdiskussion vor Kommunalwahl: Im Vorfeld der Kommunalwahl 2019 ist in Kooperation zwischen Schule und Verwaltung eine Podiumsdiskussion am Bildungszentrum Parkschule geplant. Hierzu sollen alle Jugendlichen und die zur Wahl stehenden Gemeinderatskandidaten eingeladen werden.

Jugendforum: In einem weiteren Schritt ist ein Jugendforums geplant. Wichtig ist hierbei, dass im Nachgang zu einem Jugendforum Projekte auch durchgeführt werden, die im Rahmen des Jugendforums diskutiert und angeregt wurden.

Jugendhearing: Zu bestimmten Themen, die Jugendliche betreffen, soll ein Jugendhearing durchgeführt und dabei die Meinung der Jugendlichen eingeholt werden. (bb)

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