Ein Brett für Körper, Seele und Geist

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Rauf aufs Brett und ran ans Paddel: Elke Mikos und Michael Stohr betreiben im Strandbad Kressbronn die „Paddeloase“ und verleih
Rauf aufs Brett und ran ans Paddel: Elke Mikos und Michael Stohr betreiben im Strandbad Kressbronn die „Paddeloase“ und verleihen neben Kanus vor allem Boards für Stand-up-Paddeln (SUP). (Foto: Andy Heinrich)
Freier Mitarbeiter

Arbeiten, wo andere Menschen Urlaub machen? Für Elke Mikos und Michel Stohr ist das nichts Besonderes. Das Paar betreibt im Strandbad Kressbronn die „Paddeloase“ und verleiht Bretter für Stand-up-Paddeln. „Es ist schon eine Art Traumjob. Wir genießen jeden Tag, den wir an der frischen Luft verbringen dürfen, lieben den Blick hinaus auf den glitzernden See und die Berge und freuen uns über glückliche Menschen, denen wir täglich begegnen“, sagt Michael Stohr.

Bis zu 5000 Besucher zählt das Strandbad Kressbronn an besonders schönen Tagen, der 100 000. Gast ist in dieser Saison bereits begrüßt worden. Wer nicht nur auf der faulen Haut liegen, sondern sich aktiv auf dem Wasser bewegen will, ist in der „Paddeloase“ richtig. Dass sie während der Saison sieben Tage in der Woche arbeiten müssen, stört die Betreiber nicht, im Gegenteil: „Wir dürfen mit glücklichen Menschen zusammen sein, die ihren Urlaub, ihre freien Tage oder einfach nur einige Stunden in diesem herrlichen Bad genießen“, schwärmt Elke Mikos. Die „Paddeloase“ biete den Gästen ein willkommenes Freizeitangebot. Stand-up- Paddeln (SUP) mache enorm Spaß, sei trendy und eine wunderbare Sportart für den gesamten Körper, für die Muskulatur, vor allem aber für Seele und Geist. Der große Vorteil: Es ist einfach und schnell zu erlernen.

Michael Stohr versichert: „Hier kannst du vom Alltag runterfahren, in die Weite und Tiefe blicken, mit dir und der schönen Natur eins sein. Stand-up-Paddeln ist quasi eine Art Meditation auf dem Wasser.“ Für Anfänger bis hin zu den Profis stehen in der „Paddeloase“ die passenden Boards parat, auch Kanus können ausgeliehen werden. Selbstverständlich geben Elke und Michael ihren Kunden auch Tipps und Tricks, wie man standfest und sicher über die Wellen gleitet.

Immer öfter würden zudem Touren, Kurse und Revierkunde nachgefragt: „Wir kennen den See mit seinen Uferabschnitten und Zuläufen, aber auch die Wetterentwicklung wie unsere Westentasche. Freilich gilt es auch, die entsprechenden Vorschriften und Verbotszonen zu kennen und zu beachten.“ Wichtig sei beispielsweise das Tragen einer Rettungsweste für Kinder, aber auch für Sportler, die etwas weiter raus als die empfohlenen 300 Meter paddeln wollen. „Und wenn die Sturmwarnungsleuchten mit ihren Blitzen ein Gewitter oder einen Sturm ankündigen, müssen die Stand-up-Paddler so rasch wie möglich das Ufer aufsuchen“, betont der Tettnanger Stohr.

Zwischen sechs und 80 Jahre alt

Seiner Partnerin zufolge sind die Kunden zwischen sechs und 80 Jahren alt. Was man als erfolgreicher Paddler mitbringen muss? „Natürlich sollte man schwimmen können, ansonsten etwas Gleichgewichtssinn, vor allem aber Freude und gute Laune“, sagt die 45-Jährige und lacht. Wer übrigens nicht aufrecht mit dem langen Paddel in das Wasser einstechen möchte, setzt sich einfach auf das Board oder legt sich nieder. „Auch so kann man die Ruhe auf dem See aufsaugen“, verspricht das Paar, das nach der Saison am Bodensee gerne zur Olivenernte nach Griechenland reist oder den Winter in Thailand verbringt.

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