Bodensee-Marathon ist weiter im Aufwind

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Tapfer schlagen sich die engagierten Teilnehmer der SZ-Laufgruppe.
Tapfer schlagen sich die engagierten Teilnehmer der SZ-Laufgruppe. (Foto: Andy Heinrich)
Andy Heinrich

Bei besten Wettkampfbedingungen haben am Samstagnachmittag 1114 Läufer beim 44. Bodensee-Marathon in den verschiedenen Disziplinen teilgenommen. Sieger über die 42,195 Kilometer-Distanz wurde Alexander Heim vom Lauf-Treff Buchs in einer Zeit von 2:50,44 Stunden und Anne Staeves von der LG Trampeltier in 3:24,52. Auf der Halbmarathon-Strecke konnten Christian Mangold (Team Radsport Greifer, 1:15,22) und Amy van der Broek (AV Sprint, Niederlande, 1:25,13) den Sieg erringen.

Mit 1114 gemeldeten Läufern in fünf Disziplinen konnten die Verantwortlichen beim 44. Bodensee-Marathon erneut einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Bereits 30 Minuten vor dem Start füllte sich der Bereich vor der Festhalle, wo sich zahlreiche Athleten auf das große sportliche Ereignis fröhlich oder hoch konzentriert einstimmten. Während die einen noch schnell ihre Waden und Oberschenkel massierten, zogen andere ihre Schnürsenkel nach, andere wiederum nahmen einen letzten Schluck aus der Trinkflasche oder holten sich Tipps von Freunden und Bekannten, bevor sie sich in leichtem Trab vor dem Startbereich einliefen. „Toll, dass dieses Jahr eine Samba-Rhythmusgruppe für uns aufspielt, das gibt einen Zusatzschub an Motivation“, meinte ein Läufer und tanzte leichtfüßig auf der Straße.

„Farbenfrohes Bild“

Neben der klassischen Marathonstrecke, die dieses Jahr 102 Läufer in Angriff nahmen, galt die Aufmerksamkeit der meisten Zuschauer dem „Halbmarathon“. „612 Sportler boten um 14 Uhr beim Startschuss ein imposantes und farbenfrohes Bild“, freute sich Thomas Rübenkeil vom Organisationsteam. Bereits zu Beginn setzten sich die bekannten Gesichter wie Seriensieger Michael Kurray von der LG Welfen oder Robin Hanser aus Langenargen im vorderen Feld fest, mussten im Verlauf des Rennens jedoch Alexander Heim das Siegertreppchen überlassen. 16 Grad Lufttemperatur, ein laues Lüftchen und ein mit Wolken durchzogener Sonnenhimmel boten für die Protagonisten perfekte Bedingungen. Für Thomas Rübekeil ein Geschenk: „Das Wetter hätte viel besser nicht sein können. Nach den durchwachsenen Prognosen befürchteten wir das Schlimmste. Für Läufer, Helfer aber auch die vielen Zuschauer entlang der Strecke und im Start-Ziel-Raum war es ein traumhaftes Erlebnis“.

Besonders habe sich Rübekeil über die Resonanz der Läufer gefreut. Neben der perfekten Infrastruktur und dem vorbildlichen Einsatz der 230 Helfer, hätte die Strecke mit ihrem idyllischen und naturnahen Verlauf aufs höchste punkten können. „Die Einteilung der Streckenposten und Verpflegungsstationen, der Auf- und Abbau besagter Infrastruktur, das Einrichten von Absperrungen, Zeitnahme, Markierungen und Ausschilderungen, die Gepäck- und Wertsachensicherung, die Startnummernausgabe aber auch die Organisation der Siegerehrung sowie der Party am Vortag haben uns alle auf Trab gehalten und sehr angestrengt. Am Ende hat sich alles gelohnt. Wir sind rundum zufrieden“, bekräftigte Rübekeil gegenüber der Schwäbischen Zeitung.

Als Wermutstropfen bezeichnete der Orga-Chef allerdings die Rekrutierung ehrenamtlicher Helfer: „Es wird immer schwieriger, so viele Freiwillige für dieses große Event zu finden. Auf der anderen Seite ist es schön, dass uns eine stattliche Anzahl von Sponsoren und Unterstützern treu die Stange halten.“ Bereits kurz nach dem Lauf werde man sich übrigens zu einer Strategiesitzung treffen, um das Wochenende zu analysieren und die Vorarbeiten für den 45. Bodensee-Marathon 2017 anzugehen, schließlich gäbe es immer Dinge, die man optimieren könne.

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