Besitzer wechselt, Landhandel bleibt

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Bei der Vertragsunterzeichnung zum Grundstückswechsel: die Vorstände Thomas Stauber (links) und Jürgen Strohmaier (rechts) von
Bei der Vertragsunterzeichnung zum Grundstückswechsel: die Vorstände Thomas Stauber (links) und Jürgen Strohmaier (rechts) von der Volksbank Friedrichshafen-Tettnang zusammen mit Bürgermeister Daniel Enzensperger. (Foto: Gemeinde)

Das Grundstück am Nonnenbacherweg, auf dem der BayWa-Landhandel steht, hat den Besitzer gewechselt. Gehörte das Gelände bislang der Volksbank, hat es nun die Gemeinde Kressbronn gekauft, wie Bürgermeister Daniel Enzensperger mitteilt.

Die Deutsche Bahn AG hat bereits im Frühsommer als Eigentümerin das Flurstück 383 am Nonnenbacher Weg 16 mit knapp 2900 Quadratmeter zum Verkauf ausgeschrieben. Darauf befindet sich der BayWa-Landhandel mit zahlreichen Parkplätzen und Freiflächen. Eigentümerin des Gebäudes war viele Jahrzehnte die Volksbank Friedrichshafen-Tettnang, früher die Kressbronner Bank.

Nachdem die Gemeinde bereits Eigentümerin der umliegenden Grundstücke war, haben sich Bürgermeister und Gemeinderat dafür entschieden, das fehlende Restgrundstück von der Deutschen Bahn zu erwerben, wie er mitteilt. Gleichzeitig war die Volksbank bereit, das Gebäude mitsamt dem Landhandel ebenfalls zu verkaufen, sodass seit dem 1. September sowohl der Grund wie auch das Gebäude als gemeinsames Eigentum der Gemeinde gehört.

Die laufenden Pachteinnahmen würden zur Abdeckung der laufenden Kosten ausreichen, sodass die Bevölkerung mit dem Erwerb finanziell nicht belastet werde, betont der Bürgermeister. „Ziel der Gemeinde ist die möglichst langfristige Verpachtung als Landhandel, damit die örtlichen Landwirte und die Bevölkerung mit den Produkten für Feld, Haus und Garten versorgt werden können. Sofern eine Verpachtung von Seiten der BayWa nicht mehr gewünscht wird, ist auch langfristig eine Folgenutzung durch Parkplätze in der Ortsmittelage oder ein Neubau im Rahmen der gemeindlichen Aufgaben denkbar“, so Bürgermeister Daniel Enzensperger. Der Erwerb sei deshalb auch zur städtebaulichen Sicherung und Entwicklung des Kernortbereichs wichtig.

Die BayWa ist nach wie vor an der Weiterführung des Landhandels interessiert und bestätigt auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung, „dass es seitens der BayWa aktuell keine Pläne gibt, den Landhandel in Kressbronn aufzugeben“, so Antje Krieger von der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung des Unternehmens.

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