BayWa baut Packstation aus

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Zwar liegen die großen Pläne, die Betriebsfläche zu verdoppeln, weiter auf Eis, doch die BayWa plant die Erweiterung und den Um
Zwar liegen die großen Pläne, die Betriebsfläche zu verdoppeln, weiter auf Eis, doch die BayWa plant die Erweiterung und den Umbau der Packstation in Kressbronn. (Foto: Archiv: Roland Rasemann)

Kressbronn ist der größte Standort des Geschäftsfelds Obst in Deutschland. Rund 60 000 Tonnen Kernobst werden dort jährlich sortiert und verpackt. Der Standort verfügt über eine Lagerkapazität von rund 14 000 Tonnen Äpfel, die auf der zehnspurigen Sortiermaschine nach inneren und äußeren Qualitäten sortiert werden. An elf Linien erfolgt die Verpackung in unterschiedliche Verpackungen und Gebinde. Entlang dieser Aufbereitungs- und Produktionsprozesse entstanden laut der BayWa Emissionen in Höhe von 2850 Tonnen CO2.

Die Pläne für den ganz großen Um- und Erweiterungsbau liegen zwar nach wie vor auf Eis, aber die BayWa GmbH will bis zum kommenden Jahr ihre Packstation in Kressbronn erweitern. Neben dem Um- und Einbau einer neuen Filteranlage sollen auch drei neue Verpackungslinien entstehen. Wie berichtet hatte das Unternehmen 2015 ursprünglich geplant, seine Betriebsfläche zu verdoppeln – sowohl das Regierungspräsidium als auch der Kressbronner Gemeinderat hatten seinerzeit zugestimmt.

„Kressbronn ist und bleibt der zentrale Produktionsstandort der BayWa Obst GmbH in der Bodenseeregion. Um unsere Position als zuverlässiger Partner unserer Lieferanten und Kunden weiter zu stärken, tätigen wir in diesem Jahr eine Investition in den Umbau und die Erweiterung unserer dortigen Packstation“, kündigt Unternehmenssprecherin Antje Krieger auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung an. Zum einen soll die Packstation umgebaut, zum anderen aber auch erweitert werden, indem bestehende Räumlichkeiten umgenutzt werden. Dadurch würden die Packkapazitäten erhöht und bei der Auftragsbearbeitung könne flexibler agiert werden – vor allem im Hinblick auf Aktionen des Lebensmitteleinzelhandels.

Durch den Umbau entsteht Platz für drei zusätzliche Linien – zum Teil für neue Verpackungsarten – inklusive einer IT-Anbindung an die bestehenden Systeme. „Zusätzlich erhält der Verpackungsbereich eine eigene Filteranlage, die den Frischwasserverbrauch durch Wiederaufbereitung des Prozesswassers deutlich reduziert“, kündigt Antje Krieger an – und ergänzt: „Mit der Erweiterung tragen wir dem aktuellen Bedarf an Kapazitäten und einer flexibler Aufstellung Rechnung. Sollte sich hinsichtlich des Mengenvolumens ein signifikantes Wachstum ergeben, wäre seitens der BayWa über die Option einer baulichen Erweiterung neu nachzudenken.“

Eine Erweiterung – genauer gesagt, eine Verdoppelung der Betriebsfläche – hatte das Unternehmen bereits 2015 geplant. Das Regierungspräsidium hatte damals zugestimmt und auch die Kressbronner Räte gaben Ende 2015 grünes Licht für die Erweiterung der Sondergebietsfläche „Obstgroßhandlung“. Seinerzeit ging die BayWa noch davon aus, dass die angelieferten Apfelmengen erheblich zunähmen und die Kapazitäten am Standort Kressbronn nicht mehr ausreichend seien. Doch schon wenige Monate später legte das Unternehmen die Pläne auf Eis: „In den letzten zwölf Monaten hat sich der Bedarf an Kapazitäten anders als erwartet entwickelt. Vor allem wegen der verstärkten Nachfrage nach regionalen Produkten ist der Bedarf an zentralen Kapazitäten gesunken“, hieß es Ende 2016 aus der Unternehmenszentrale.

Kressbronn ist der größte Standort des Geschäftsfelds Obst in Deutschland. Rund 60 000 Tonnen Kernobst werden dort jährlich sortiert und verpackt. Der Standort verfügt über eine Lagerkapazität von rund 14 000 Tonnen Äpfel, die auf der zehnspurigen Sortiermaschine nach inneren und äußeren Qualitäten sortiert werden. An elf Linien erfolgt die Verpackung in unterschiedliche Verpackungen und Gebinde. Entlang dieser Aufbereitungs- und Produktionsprozesse entstanden laut der BayWa Emissionen in Höhe von 2850 Tonnen CO2.

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