An der Wand: Über die eigenen Grenzen hinauswachsen

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 Pia Henneken zeigt, wies geht. Gesichert wird sie von Lucy Rieger.
Pia Henneken zeigt, wies geht. Gesichert wird sie von Lucy Rieger. (Foto: Brigitte Geiselhart)
Brigitte Geiselhart

Die Kressbronner Kletterhalle ist zu einer Bereicherung für das sportliche Angebot der Gemeinde und zu einer nicht wegzudenkenden Attraktion für viele Kletterbegeisterte geworden. In dieser Einschätzung ist sich Robert Marzini als Vorsitzender des TV Kressbronn mit Abteilungsleiter Fabian Kutter einig. Bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Kletterhalle nutzten am Samstag viele Menschen gerne die Gelegenheit, in eine faszinierende Sportart hineinzuschnuppern und ihre Kletterkünste unter fachkundiger Anleitung selbst einmal auszuprobieren.

Der Dank des Vereins und der vor zehn Jahren neu gegründeten Kletterabteilung gilt der Gemeinde, die beim Neubau der Seesporthalle an eine eigene Kletterhalle dachte, insbesondere auch Schulsozialarbeiter Markus Roos, dessen Initiative vieles zu verdanken war. Er hatte angeregt, dass eine Kletterhalle auch zu einem wertvollen Baustein für seine Arbeit werden könnte. „Meine Hochachtung gilt der Kletterabteilung, die auch ein tolles Kurssystem entwickelt hat“, sagt der Vereinsvorsitzende. Jugendgruppe, Familienklettern, Frauenklettern, dreimal wöchentlich öffentlicher Trainingsbetrieb – das gehört mittlerweile zum Alltag der Kletterabteilung. „Wir sind zu einer richtigen Kletterfamilie geworden“, sagen Arnd Bitsch, Irmgard Veith und Reto Rieger, heute noch aktive Gründungsmitglieder der damals neu gegründeten Abteilung des TVK.

Wie viel Spaß es macht, den Kampf mit der 7,65 Meter hohen, teilweise überhängenden Wand aufzunehmen, und auf einer Kletterfläche von 208 Quadratmetern unterschiedliche Routen in Angriff zu nehmen, davon konnten sich die Besucher überzeugen. „Was Neues auszuprobieren, auch mal über die eigenen Grenzen zu gehen, das gefällt mir“, sagt zum Beispiel die 17-jährige Lucy Rieger, die bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr klettert. „Einfach klasse. Und man bekommt immer wieder Tipps von Freunden, sodass man manches doch schafft, was man sich gar nicht zugetraut hat“, bestätigt die 19-jährige Pia Henneken. „Konzentrieren muss man sich schon. Aber dafür hat man von oben eine prima Aussicht“, schwärmt der siebenjährige Kilian, der zusammen mit seinem zehnjährigen Bruder Niklas und Papa Thomas Mühe gekommen ist.

Dass gerade auch die Kooperation der Kletterabteilung mit der Schule vorbildlich sei, betont Reto Rieger und verweist darauf, dass man als Partnerverein des DAV auch Kletterscheine ausgeben dürfe. „Solch eine Kletterhalle ist für eine kleine Gemeinde schon etwas Besonderes. Darauf dürfen wir stolz sein“, freut sich auch Robert Marzini.

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