Kriminelle "Telegram"-Gruppen mit tausenden Mitgliedern gesprengt

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IT-Sicherheit
Chat auf einem Smartphone. (Foto: Fabian Sommer / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln, gefälschten Dokumenten und gestohlenen Daten sind Ermittler in mehreren Bundesländern gegen Administratoren des Messenger-Dienstes „Telegram“ vorgegangen.

Insgesamt seien neun Chatgruppen mit rund 8000 Mitgliedern „übernommen und sichergestellt“ worden, teilten die Ermittler am Freitag mit. In den Gruppen wurde demnach unter anderem mit Drogen und Waffen gehandelt.

Vier Kilogramm Betäubungsmittel, acht Waffen

Es werde gegen insgesamt 28 Beschuldigte ermittelt. Gegen sie seien am Donnerstag Durchsuchungsbeschlüsse in 30 Objekten vollstreckt worden.

Sichergestellt worden seien mehr als vier Kilogramm Betäubungsmittel, acht Waffen sowie 8000 Euro in bar, zudem Datenträger und Smartphones. 13 Männern zwischen 18 bis 54 Jahren wird unter anderem unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in teils nicht geringer Menge vorgeworfen.

Ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Offenbach in Hessen wurde den Angaben zufolge verhaftet, ein 19-Jähriger aus demselben Landkreis soll noch an diesem Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

"Telegram" als Alternative zum Darknet

„Telegram“ werde beim Handel mit illegalen Waren und Dienstleitungen als Alternative zu Handelsplattformen im Darknet verwendet, erklärten die Behörden. In teilweise öffentlich zugänglichen Kanälen und Chatgruppen erfolge die Anbahnung der illegalen Geschäfte, die Abwicklung danach in separaten Chats zwischen einzelnen Nutzern.

Beteiligt waren den Angaben zufolge die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg sowie die Staatsanwaltschaften in Bremen, Chemnitz, Essen, Hagen, Konstanz und Mannheim. Zudem habe es in Österreich durch die Staatsanwaltschaft Feldkirch mit der Polizei Vorarlberg Durchsuchungen gegeben.

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