Hohentwielfestival fällt zweites Mal in Folge aus

Das Hohentwielfestival muss ein zweites Mal in Folge abgesagt werden. (Foto: Pixabay)
Schwäbische Zeitung

Aufgrund der ungewissen Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich die Stadt Singen mit dem Konzertveranstalter Kokon Entertainment GmbH aus Konstanz darauf verständigt, das vom 18. bis 24. Juli geplante Hohentwielfestival 2021 leider abzusagen. Kokon konnte mit den Künstlern der bereits im vergangenen Jahr coronabedingt verschobenen Konzerte neue Termine für Juli 2022 vereinbaren. Das beliebte Burgfest mit 90 Stunden Kleinkunst und Musik auf 13 Bühnen, in Deutschlands größter Festungsruine, wird ebenfalls auf Juli 2022 verschoben.

„Dies entscheiden zu müssen, tut uns sehr leid“, betont Oberbürgermeister Bernd Häusler. „Es ist umso schmerzlicher als wir schon in den vergangenen zwei Jahren das 50. Jubiläum des Festivals nicht auf unserem Hausberg feiern konnten.“ Dies war 2019 wegen eines massiven Felssturzes in der Festungsruine und dann 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. „Wir sehen aber organisatorisch wie wirtschaftlich keine Chance, das Festival mit seinem ganz besonderen Schauplatz auf dem Hohentwiel dieses Jahr unter Pandemiebedingungen veranstalten zu können“, so Häusler. „Angesichts der aktuellen Pandemie-Entwicklung rechnen wir im Juli noch nicht mit einer so weitgehenden Entspannung, dass ein normaler Festivalbetrieb möglich wäre.“ Selbst eine Verlegung der Konzerte auf den Rathausplatz wie im Jahr 2019 dürfte aus heutiger Sicht nur unter sehr starker Einschränkung der Besucherzahl und großen Sicherheitsvorkehrungen möglich sein, urteilt Bernd Häusler. „Diese Option wäre für den Konzertveranstalter auch keine wirtschaftlich darstellbare Lösung.“

Kokon Entertainment schließt sich an:

Auch die Geschäftsführer Dieter Bös und Xhavit Hyseni von Kokon Entertainment betonen: „Leider bleibt uns in der aktuellen schwierigen Situation nichts Anderes übrig, als das Hohentwielfestival erneut um ein Jahr zu verschieben. Wir haben in den vergangenen Wochen alles unternommen, um die Konzerte auf dem Berg doch noch durchführen zu können, sehen jedoch angesichts der weiterhin unsicheren Lage momentan keine andere Möglichkeit.“ „Wir bedanken uns bei den Bands für die verständnisvolle und kollegiale Kooperation in diesen schwierigen Zeiten, dies hat es uns ermöglicht den Fans bereits jetzt konkrete Termine für 2022 zu nennen“ so Bös und Hyseni.

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