Galerie in Engen präsentiert „Packstücke“

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 Anna Lena Grau, Abdruck_2Cargo Bay, 2018, Installation.
Anna Lena Grau, Abdruck_2Cargo Bay, 2018, Installation. (Foto: h. neumeister)
Schwäbische Zeitung

Das Städtische Museum Engen + Galerie präsentiert bis zum 11. August die Ausstellung „Packstücke“ der Künstlerin Anna Lena Grau. Ein zentraler Gedanke, den Anna Lena Grau in ihren künstlerischen Produktionen aufwirft, besteht darin, das Material und seine kulturhistorische Dimension als unabgeschlossenen, prinzipiell auch umkehrbaren Werdeprozess darzustellen.

Anna Lena Grau wurde 1980 in Hamburg geboren und studierte dort von 2000 – 2007 an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK). Ihre dreidimensionalen Objekte und Installationen lassen sich als offene Kunstwerke bezeichnen, als Anstöße und Anregungen für gedankliche Prozesse, die an der Schnittstelle von wissenschaftlichen und kulturhistorischen Phänomenen anzusiedeln sind.

So beschäftigt sich die Künstlerin beispielsweise mit Faltenwürfen als Ausdruck von Bewegung und Zeit. Diese werden aus Ton modelliert, aus einzelnen Abgussfragmenten einer verlorenen Form zusammensetzt oder in Holz geschnitzt – wie zum Beispiel ein Faltenwurf aus dem spätmittelalterlichen Hochaltar des Meisters H.L. in Breisach.

In ihrer Anschauung gibt es keinen Gegenstand, der durch Gestaltveränderung und gedankliche Assoziation nicht in sein Gegenteil verkehrt, wenigstens aber zu einem anderen Gegenstand im fließenden Kontinuum von Raum und Zeit werden könnte.

In ihren Installationen macht Anna Lena Grau Prozesse sichtbar, die normalerweise unterhalb der Bewusstseinsschwelle ablaufen. Durch ihre Entfremdung von der Selbstverständlichkeit entwickeln ihre Kunstwerke eine ganz eigene Magie.

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