Detonation hätte tödlich enden können: Mann trägt selbst gebastelte Rohrbombe ins Polizeipräsidium

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Das Polizeipräsidium Konstanz
Das Polizeipräsidium Konstanz (Foto: Daniel Drescher)
Schwäbische Zeitung

Ein offenbar psychisch kranker Mann hat am Montagmittag im Konstanzer Polizeipräsidium mit einer selbst gebastelten Rohrbombe für große Aufregung gesorgt. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie das Sprengstoffgesetz. Wie die Beamten mitteilten, habe ein 39-Jähriger gegen 12.15 Uhr im Vorraum der Polizeiwache vorläufig festgenommen werden können.

Der aus Venezuela stammende Mann habe kurz zuvor das Gebäude des Polizeipräsidiums am Benediktinerplatz betreten, eine mitgeführte Plastiktüte auf einem Stehtisch abgestellt und mitgeteilt, dass sich darin eine selbst gebastelte Rohrbombe befinde.

Während Beamte des Polizeireviers den Tatverdächtigen sofort vorläufig festnahmen, wurde der Eingangsbereich samt Treppenhaus sowie angrenzende Räume umgehend geräumt und der Besucherverkehr außerhalb des Gebäudes abgewickelt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Bei der späteren Begutachtung der Plastiktüte stießen die beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg angeforderten Delaborierer auf ein an beiden Enden verschraubtes Metallrohr, das tatsächlich mit Schwarzpulver und Nägeln befüllt und mit einer Zündschnur versehen war.

Sprengstoffhunde durchsuchen Wohnung

Bei einer Detonation hätte dies laut Auskunft der Entschärfer im Umkreis von etwa zehn Metern tödliche Auswirkungen gehabt. Wie der Beschuldigte in seiner Vernehmung einräumte, hatte er mit der Rohrbombe suizidale Absichten verfolgt. Bei der richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des 39-Jährigen fanden die Delaborierer, die von Polizeihundeführern mit Sprengstoffsuchhunden unterstützt wurden, keine weiteren zum Bau einer Sprengstoffvorrichtung geeigneten Utensilien.

Der Mann, der in den zurückliegenden Jahren wegen Suizidversuchen mehrfach in psychiatrischer Behandlung war, wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz dem Haftrichter vorgeführt.

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