17-Jähriger beschießt Hubschrauber mit Laserpointer - dumm nur, dass das die Polizei ist

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Person hält einen Laserpointer
17-Jähriger beschießt Hubschrauber mit Laserpointer - dumm nur, dass das die Polizei ist
Schwäbische Zeitung

Einen ungewöhnlichen, aber auch äußerst gefährlichen Einsatz hatte die Besatzung eines Polizeihubschraubers am heutigen Dienstag gegen 2.30 Uhr über dem Konstanzer Stadtteil Fürstenberg, wie die Polizei berichtet.

Die Hubschrauberbesatzung war mitten in einem Sucheinsatz (wegen einer Suizidankündigung), als sie unvermittelt mehrmals von einem Laserstrahl geblendet wurde. Glücklicherweise wurde niemand durch das gebündelte Licht verletzt und die Besatzung behielt die Kontrolle über ihr Fluggerät.

Die Piloten konnten den Täter im Bereich der Leipziger Straße lokalisieren, nachdem dieser mit einem Laserpointer immer wieder den Hubschrauber "beschoss". Mehrere alarmierte Streifenwagen am Boden wurden von der Hubschrauberbesatzung per Funk zum Täter gelotst. Die Polizisten konnten ihn letztendlich am dortigen Basketballplatz widerstandslos festnehmen. Bei dem Täter handelt es sich um einen 17-Jährigen. Er wurde zum Polizeirevier Konstanz gebracht. Dort wurde seine seine Mutter informiert.

Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Gefährlichkeit von Laserblendungen hin. Die Blendung von Luftfahrzeugen und deren Insassen mit Laserpointern ist kein Kavaliersdelikt. Es handelt sich hierbei eine Straftat - um einen gefährlichen Eingriff in die Sicherheit des Luftverkehrs (§ 315 Strafgesetzbuch). Durch direkte Blendung von Piloten bzw. Besatzungsmitgliedern während des Fluges kann es zu höchst gefährlichen Situationen kommen - bis hin zum Kontrollverlust der Besatzung über das Luftfahrzeug und damit zum Absturz.

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