100 Liter Diesel nach Ölunfall auf dem Bodensee ausgelaufen

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Ölunfall auf dem Bodensee: So lief der Einsatz ab
In einem Hafen im Kreis Konstanz sind mehr als 100 Liter Diesel ausgelaufen, 125 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Einsatzleiter Klaus-Peter Wehner erklärt, wie der Einsatz in Europas größtem Trinkwasserspeicher ablief.

Im Hafen von Wallhausen im Kreis Konstanz sind am Donnerstagmittag beim Betanken eines Passagierschiffs mehr als 100 Liter Diesel ausgelaufen. Mittlerweile hat sich ein Ölteppich gebildet, der mehr als fünf Fußballfelder groß ist und sich schon über den Hafen hinaus in den Bodensee erstreckt.

Am Nachmittag waren bis zu 125 Kräfte der Feuerwehr Konstanz, Überlingen und der Ölwehr Radolfzell im Einsatz. Auch Material der Feuerwehr Kreuzlingen wurde angefordert. Ein Polizeihubschrauber erkundete das Ausmaß des Unglücks aus der Luft. 

Beim Betanken der "Seegold" lief der Kraftstoff aus. (Foto: Feuerwehr Konstanz)

Die Feuerwehr Konstanz habe die Lage allerdings inzwischen im Griff. "Mit den Ölsperren konnten wir das Schlimmste verhindern", sagte eine Sprecherin der Feuerwehr Konstanz schwäbische.de. Der Großteil des Kraftstoffs befinde sich innerhalb der Sperren. "Im zweiten Schritt beginnen wir jetzt mit der Aufnahme des Diesels", erklärte die Sprecherin.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Konstanz. (Foto: Feuerwehr Konstanz)

Die Wasserschutzpolizei Konstanz ermittelt nun, ob ein technischer Defekt am Tank-Lkw oder menschliches Versagen für die Verunreinigung des Wassers verantwortlich sind.

Der Hafen Wallhausen wurde gesperrt und bleibt dem Polizeipräsidium Konstanz zufolge für "die kommenden ein bis zwei Tage" geschlossen.

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