Weingarten kämpft gegen die Auswärtsmisere

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Am Mittwoch muss der SV Weingarten um 18.30 Uhr zum Nachholspiel in der Fußball-Landesliga beim SV Kehlen antreten. Den SVK hat die Weingartener in dieser Saison bereits zweimal klar geschlagen.

Diese verflixten Auswärtsspiele – für Weingarten bleiben die Partien auf fremden Plätzen eine Katastrophe: Am vergangenen Mittwoch schoss der SVW den Ausgleich für Straßberg in letzter Sekunde durch ein Eigentor selbst. Am Samstag brachte David Stellmacher die Weingartener in Friedrichshafen in der 85. Minute mit 2:1 in Führung, trotzdem gewann am Ende noch der VfB. Innerhalb von gerade einmal zwei Minuten ging es vom virtuellen Nichtabstiegsplatz runter auf Rang 16.

„Ich kann es immer noch nicht fassen – wir waren in Friedrichshafen das klar bessere Team“, meint Weingartens Trainer Thomas Gadek. „Dann kommt so ein Blackout. Die Friedrichshafener Spieler haben sich nach dem Schlusspfiff dafür entschuldigt, dass sie gewonnen haben. Es ist brutal.“ Es hilft alles nichts: „Gegen Kehlen müssen jetzt die Punkte her“ – auch Gadek kann rechnen: „Wir haben noch acht Spiele.“ Nur noch acht Spiele. „Der Wind weht uns jetzt frontal ins Gesicht. Ich hoffe, dass er irgendwann dreht und wir Rückenwind bekommen.“

Gegentore in letzter Minute verhindern

Jetzt also ein neuer Anlauf: Am Mittwoch geht es zum SV Kehlen. Den SVK haben die Weingartener zu Beginn dieser Saison schon zweimal deutlich geschlagen: Im Pokal mit 4:0 und in der Liga mit 4:1. Fast schon logisch: Beides waren Heimspiele. Der SVK hat sich indes nach einem schwachen Start ins neue Jahr mit nur zwei Punkten und drei Toren aus fünf Spielen mit einem Paukenschlag zurückgemeldet: Am vergangenen Samstag beendeten die Kehlener die Erfolgsserie des Tabellenzweiten FV Rot-Weiß Weiler mit einem 1:0-Sieg. Schütze des goldenen Tores war einmal mehr Johannes Beier. Der Goalgetter liegt mit seinen 16 Treffern auf Rang zwei der Torschützenliste und hat knapp die Hälfte der Tore des SVK erzielt.

Gegentore bis zur allerletzten Minute verhindern – das ist die Maxime beim SVW. Die gesperrten Erkan Kale und Christian Eicher sind wieder frei: „Die beiden werden uns guttun“, ist sich Gadek sicher – auch Slavisa Dakovic konnte gegen den VfB ja wieder zehn Minuten ran.

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