Kehlener Defensivtaktik geht nur bis zur 67. Minute auf

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Bergs Jonas Schuler umringt von Kehlener Defensivspielern.
Bergs Jonas Schuler umringt von Kehlener Defensivspielern. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Das von Michael Steinmaßl ausgerufene „Wir wollen es besser machen als im Hinspiel“ ist gelungen, sowohl bei der Leistung der eigenen Mannschaft als auch beim Ergebnis. Zu einem Punktgewinn hat es für Kehlen in der Fußball-Landesliga-Partie beim TSV Berg allerdings nicht gereicht – die Defensivtaktik ging nur 67 Minuten lang auf.

Vor allem in der ersten Spielhälfte hatte Berg technische Vorteilen auf dem engen Spielfeld, die Gäste hielten von Beginn an das Tempo hoch. Kehlen hatte vor allem ab der 20. Minute viel Mühe, den Ball vom eigenen Tor fern zu halten. Eine Anzahl Chancen resultierten hieraus für den TSV: in der 25. Minute knallte ein Schuss von Silvio Battaglia aus 16 Metern an die Latte, zehn Minuten später rettete Andre Stetter bei einem TSV-Schuss vor der Torlinie. Das torlose Remis zur Halbzeit war ein Lohn einer aufopferungsvoll kämpfenden Kehlener Defensive.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich Kehlen allmählich vom Druck befreien – eigene Torchancen blieben aber Seltenheit. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe Berg zum Führungstreffer kam: Bei einer hohen Flanke an die Strafraumgrenze unterlief ein SVK-Verteidiger den Ball, der eingewechselte Christan Hepp nahm den Ball gekonnt mit und markierte mit einem Flachschuss den Führungstreffer. Endgültig entschieden war das Spiel dann zwölf Minuten vor Spielende: zunächst rettete Kehlens starker Keeper Serkan Ünal nach einem Freistoß, der abgewehrte Ball kam als Flanke erneut vors Tor, wo Silvio Battaglia mit dem Kopf zur Stelle war.

„Berg war die technisch bessere Mannschaft und hat uns unter Druck gesetzt. Der Sieg ist verdient, meine Mannschaft hat aber ihr bestes gegeben“, sagte Michael Steinmaßl. Aufgestoßen ist ihm allerdings eine Szene in der 38. Minute, als Bergs Andreas Frick binnen sieben Minuten zum zweiten Mal ein taktisches Foulspiel beging – und dank viel Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters noch weiterspielen durfte. „Ich weiß nicht, wie Berg aus der Kabine gekommen wäre, wenn sie in Unterzahl hätten weiterspielen müssen.“

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