Derby als Härtetest vor dem Saisonstart

Lesedauer: 4 Min

Sascha Hohmann traf im Rückrundenspiel der vergangenen Saison per Foulelfmeter gegen den SV Kehlen (im Hintergrund Markus Lang)
Sascha Hohmann traf im Rückrundenspiel der vergangenen Saison per Foulelfmeter gegen den SV Kehlen (im Hintergrund Markus Lang). (Foto: gkr)

Eine Woche ist es noch bis zum ersten Spieltag in der Fußball-Landesliga. Viele Trainer sprechen dann vom letzten Härtetest. Wenn der SV Kehlen und der VfB Friedrichshafen am Samstag (15.30 Uhr) in der zweiten Runde des WFV-Pokals aufeinandertreffen, dann ist das Spiel für beide Trainer eine wichtige Partie. Sowohl VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo als auch Kehlens Michael Steinmaßl wollen sehen, wo ihre Mannschaft steht.

Testspiele sind Momentaufnahmen. Pokalspiele ebenfalls. Trotzdem ist es ein Unterschied, mit wem sich eine Mannschaft misst. Kehlen gegen den VfB ist nicht nur ein Derby, sondern auch ein erster Fingerzeig für beide Mannschaften. Wie fällt die erste Bilanz nach fünf Wochen harter Vorbereitung aus? „Sicherlich fahren wir nach Kehlen, um zu gewinnen“, sagt VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo. Viel wichtiger sei es aber, zu sehen, was die Mannschaft leisten kann. Aufgrund von Urlaub und Verletzungen ist zum Beispiel der Fitness-Zustand nicht bei allen Spielern des VfB gleich. „Wir sind aktuell bei 80 Prozent“, sagt Daniel Di Leo.

Michael Metzler ist nicht dabei

Ralph Heimgartner, der Stratege im Mittelfeld des VfB, ist nicht dabei. Abwehrspieler Michael Metzler muss nach seiner Augen-OP noch pausieren. Hinter dem Einsatz von Stürmer Marko Föger, der vom SV Kressbronn zum VfB zu Saisonbeginn zurückgekehrt ist, steht nach seiner Schambeinentzündung ein dickes Fragezeichen.

Das große Talent Sebir Elezi ist ebenfalls nicht einsatzfähig. Elezi hatte aufgrund von Wachstumsschüben eine Entzündung im Knie. „Ab Montag kann er wieder trainieren“, meint Di Leo. Die anderen Spieler können sich nun beweisen.

„Ich bin mit jedem Ergebnis zufrieden“, sagt Michael Steinmaßl. Für den Trainer des SV Kehlen ist die Pokalpartie gegen den VfB ein wichtiger Test für die neue Saison. „Die Mannschaft des VfB zählt aufgrund des starken Kaders zu den besten der Liga und wird ein wichtiges Wort hinsichtlich Meisterschaft mitreden. Gegen so einen Gegner zu testen, ist für uns sehr gut“, sagt er.

Dabei sind seine neue Offensivkräfte Benedikt Böning (kam zurück vom TSV Eschach) und Jonas Klawitter (FV Ravensburg) zwei Verstärkungen im der Offensive. „Benedikt ist ein kräftiger Spieler, der wichtige Löcher reißt, Jonas ein feiner Techniker, der in Ravensburg gut ausgebildet wurde“, betont Steinmaßl. Verzichten muss der Kehlener Trainer auf die Brüder Samuel und Nicolai Hack. Torwart Serkan Ünal und Dennis Horvat fallen verletzungsbedingt aus. Ansonsten hat Steinmaßl die Qual der Wahl.

Mit der Vorbereitung ist der Kehlener Trainer zufrieden. Die Mannschaft habe sehr gut gearbeitet. Die Pokalpartie ist für den SVK ein echter Härtetest. Der Derby-Charakter rückt für kurze Zeit etwas in den Hintergrund.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen