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Cimon steht für für Crew Interactive Mobile Companion und ist ein wissenschaftliches Projekt, das von Airbus im Auftrag der deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt wird. (Foto: Airbus)
Schwäbische Zeitung

Große Freude bei Airbus in Immenstaad: Cimon, der von den Airbus-Ingenieuren im Auftrag des Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und gebaute...

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Große Freude bei Airbus in Immenstaad: Cimon, der von den Airbus-Ingenieuren im Auftrag des Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte und gebaute Technologie-Demonstrator, hat den Deutschen Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen 2019 erhalten. Die Auszeichnung wurde am Freitagabend in München überreicht. Nach dem „Best of What`s New Award“ hat Cimon damit schon den zweiten Preis abgeräumt. Der Astronauten-Assistent hatte im vergangenen Herbst seinen ersten Einsatz auf der ISS, mittlerweile wird er auf neue Aufgaben vorbereitet.Die in der Initiative „Der Deutsche Innovationspreis“ zusammengeschlossenen Partner Accenture, ENBW und die Wirtschaftswoche zeichnen jährlich herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen aus, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern, schreibt Airbus in einer Pressemitteilung. Der diesjährige Preisträger Cimon, das steht für „Crew Interactive Mobile Companion“ ist ein sich autonom fortbewegender, mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter robotischer Begleiter. Er kann sehen, hören, verstehen, sprechen und fliegen. Cimon ist eine Kugel, hat einen Durchmesser von 32 Zentimetern und wiegt fünf Kilogramm. Sein Vorbild war laut der Airbus eine Figur aus der 1980er-Jahre Zeichentrickserie „Captain Future“: Professor Simon Wright, ein „fliegendes Gehirn“ mit Sensoren, Kameras und einem Sprachprozessor. Cimon war der erste künstliche „Flugbegleiter“ an Bord der Internationalen Raumstation ISS, der am 15. November 2018 als Technologie-Experiment erfolgreich seinen ersten 90-minütigen Weltraumeinsatz mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst absolviert und die Zusammenarbeit von Menschen und intelligenten Maschinen demonstriert hat. Cimon kann laut Airbus Astronauten unterstützen, indem er beispielsweise Prozeduren oder Anleitungen zu wissenschaftlichen Experimenten und Reparaturen darstellt und erklärt. Vor allem Routineaufgaben könnten in Zukunft durch Cimon erledigt werden, wie etwa die Dokumentation von Experimenten, Suche nach Objekten und Inventarisierung. Eine weitere Anwendung sei die Nutzung als mobile Kamera. Auch auf der Erde könnte die Cimon-Technologie hilfreich sein – als Helfer bei Industrieprozessen, im Operationssaal oder im sozialen Bereich.Entwicklung und Bau des interaktiven Astronauten-Assistenten wurden laut Airbus vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegeben und von Airbus in Friedrichshafen und Bremen umgesetzt. Als sprachgesteuerte Künstliche Intelligenz diene die Watson KI-Technologie aus der IBM Cloud. Die wissenschaftlichen Aspekte des Assistenzsystems wurden demnach von einem Team des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität. München (LMU) mitentwickelt und betreut. Gegenwärtig wertet das Cimon -Team die Ergebnisse des ersten Weltraum-Einsatzes aus, programmiert Verbesserungen, neue Aufgaben und bereitet den Technologie-Demonstrator auf für neue Arbeitseinätze mit neuen – menschlichen – Kollegen vor.

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