„Suche den Frieden und jage ihm nach“

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Alle vier Jahre lädt der internationale Ministrantenbund CIM Ministranten weltweit zu einer Rom-Wallfahrt mit ihren Diözesen ein
Alle vier Jahre lädt der internationale Ministrantenbund CIM Ministranten weltweit zu einer Rom-Wallfahrt mit ihren Diözesen ein. Seit dem 29. Juli und noch bis zum 4. August sind auch die Ministranten der Seelsorgeeinheit Meersburg in der italienischen Hauptstadt. (Foto: Seelsorgeeinheit Meersburg)
Heidi Keller

Unter dem Motto „Suche den Frieden und jage ihm nach" ist eine Gruppe Ministranten der katholischen Seelsorgeeinheit Meersburg momentan als Teil der internationalen Wallfahrt der Messdiener in Rom unterwegs.

Nur alle vier Jahre findet die große Rom-Wallfahrt des internationalen Ministrantenbundes CIM (Coetus Internationalis Ministrantium) statt. Vom 29. Juli bis zum 4. August treffen sich wieder Tausende Ministranten, die über 14 Jahre alt sein müssen, in Rom. Um die 70 000 „Minis“ werden erwartet.

Das Erzbistum Freiburg wird bei der Internationalen Ministranten-Wallfahrt 2018 in Rom die weltweit größte Gruppe stellen: Mehr als 8000 Ministranten aus 250 Pfarrei- und Seelsorgeeinheitsgruppen aus dem Erzbistum pilgern in die ewige Stadt.

Einer der Begleiter der Ministranten der Seelsorgeeinheit Meersburg, Harald Selegrad, berichtet von unterwegs: „Am Sonntag ging es los. Trotz der ermüdenden Busfahrt haben wir direkt nach der Ankunft in Rom am Montag sofort noch die Innenstadt mit ihren beeindruckenden Bauwerken erkundet. Zum Beispiel das Pantheon, die Engelsburg und den noch leeren Petersplatz, auf dem wir am Dienstagabend Papst Franziskus treffen.“

Seit Anfang 2015 besteht die Seelsorgeeinheit Meersburg aus den Pfarreien Hagnau, Immenstaad, Kippenhausen, Meersburg und Seefelden. Am Dienstagmorgen beim Eröffnungsgottesdienst der Erzdiözese Freiburg in der Basilika St. Paul vor den Mauern feierten die rund 8000 Ministranten gemeinsam. Der Freiburger Weihbischof Michael Gerber begrüßte die Jungen und Mädchen, dankte ihnen für ihre Arbeit und predigte für sie.

„Frieden heißt nicht einfach zu allem Ja und Amen sagen.“ Frieden, so der Weihbischof in seiner Predigt, bedeute aber auch zu verstehen, warum jemand anderes zu der Position gekommen sei, die er jetzt habe, welche Geschichte er möglicherweise erlebt habe.

Eisessen mit dem Erzbischof

Das Organisationsteam der Erzdiözese hat besondere Angebote vorbereitet, bei denen einzelne Gruppen sich zum Beispiel mit dem Freiburger Erzbischof Stephan Burger zum Eisessen treffen werden. In der Basilika St. Paul vor den Mauern findet am Freitagnachmittag auch der Abschlussgottesdienst der Erzdiözese statt.

„Blind Date“ heißt das Begegnungsprogramm der deutschen Minis an unterschiedlichen Plätzen in Rom. Jeden Morgen, von Montag bis Freitag, gibt es ein internationales Begegnungsprogramm in den Nationalkirchen Roms. Der Höhepunkt wird aber sicherlich am Dienstag und Mittwoch die Begegnung mit dem Bischof von Rom, Papst Franziskus, und der internationalen Ministrantengemeinschaft auf dem Petersplatz sein. Weitere Besichtigungen in Rom und Umgebung schließen sich bis zum Freitag an. Am Samstagnachmittag werden die Ministranten der Seelsorgeeinheit nach langer Busfahrt wieder in ihren Gemeinden zurückerwartet.

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