Start des Satelliten GOCE auf Dienstag verschoben

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Deutsche Presse-Agentur

Die Wissenschaftler der ESA erhoffen sich von den neuen Daten ein besseres Verständnis des Systems Erde, wie es in einer Mitteilung der Technischen Universität (TU) München heißt. Mit dem Satelliten wollen sie das Schwerefeld der Erde noch genauer vermessen. Zudem soll GOCE (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) wichtige Daten für Ozeanographie, Geophysik und die Erforschung des Meeres senden. Dies soll die Klimaforschung entscheidend weiterbringen.

Eigentlich hätte GOCE bereits im Oktober seine Reise antreten sollen, Wartungsarbeiten an der Trägerrakete verzögerten jedoch damals die Mission. Seine Umlaufbahn wird der rund fünf Meter lange, eine Tonne schwere Satellit in nur 250 Kilometern Höhe einnehmen, um das Aufnehmen starker Schwerkraftsignale zu gewährleisten.

Mit Hilfe von GOCE werden nicht nur detailgenaue Bilder vom Schwerefeld der Erde erwartet, erstmals soll auch die Oberflächenzirkulation der Weltmeere erfasst werden. Dies war nach Angaben der TU München bislang nur mit mathematischen Modellrechnungen möglich.

„Gerade in Zeiten des noch lange nicht vollständig verstandenen Klimawandels benötigt die Forschung kontinuierlich neue Erdbeobachtungen“, erklärte TU-Wissenschaftler Reiner Rummel, der in den vergangenen sieben Jahren mit an den Vorbereitungen der Mission arbeitete. Laut Rummel erhoffen sich die Forscher einen Qualitätssprung in Hinblick auf die Genauigkeit der Informationen. Acht Monate lang werde GOCE Daten aus dem Weltraum zur Erde senden.

Bildergalerie: GOCE startet ins All

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