St. Michaels-Kapelle muss saniert werden

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Ein Stück Immenstaad: Die St. Michaels-Kapelle soll saniert werden.
Ein Stück Immenstaad: Die St. Michaels-Kapelle soll saniert werden. (Foto: Heidi Keller)
Heidi Keller

Starke Feuchtigkeitsschäden innen und außen an der St. Michaels-Kapelle in der Meersburger Straße, schräg gegenüber der katholischen Pfarrkirche St. Jodokus, machen ihre Renovierung notwendig. Beim Patrozinium und Begegnungstag am ersten Adventssonntag wurde der Erlös vorsorglich bereits dafür reserviert.

Auch eine Restauration des Innenbereichs sei bei dieser Gelegenheit sinnvoll, informierte der Leiter der Seelsorgeeinheit Meersburg, Pfarrer Matthias Schneider, am Sonntag. Die letzte Auffrischung sei schon eine Weile her. Mit dem Denkmalschutz habe man bereits Kontakt aufgenommen, auch mit der politischen Gemeinde. Mit den Spenden vom Begegnungstag der katholischen Kirchengemeinde St. Jodokus wolle man bereits vorsorglich „einen Grundstock schaffen“, so Schneider. Auch wenn die Kosten im Moment noch nicht bezifferbar seien.

Matthias Haberstroh vom Stiftungsrat der Seelsorgeeinheit warb am Sonntag im Pfarrsaal um Mitstreiter aus der Kirchengemeinde für das bevorstehende Projekt - sei es inhaltlich oder für das finanzielle Konzept. Er wies darauf hin, dass weit über 30 Gebäude in der Seelsorgeeinheit in Schuss gehalten und nach und nach auch renoviert werden müssten.

Über die Renovierung der St. Michaels-Kapelle soll es Anfang des neuen Jahres einen Informationsabend geben, an dem neben den Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit auch Bürgermeister Johannes Henne zur Verfügung steht. Auch der Heimatverein will bei diesem Projekt kooperieren.

Pfarrer Schneider wies auch darauf hin, dass es nicht um eine kurzfristige Reparatur ginge, sondern darum, die Kapelle nachhaltig und langfristig zu erhalten. „Sie ist schließlich ein Stück Immenstaad.“ Seit vielen Jahren wird die St. Michaels-Kapelle von Ehrenamtlichen täglich auf- und zugeschlossen. Derzeit kümmern sich die Nachbarin Gerlinde Bosch und Erich Rieker darum. Ab Weihnachten kann in der St. Michaels-Kapelle wieder die alte Krippe aus der St. Jodokus-Kirche bewundert werden.

Anlässlich des Patroziniums hatte die Gemeinde am Sonntagmorgen einen Gottesdienst mit musikalischem Rahmenprogramm gefeiert. Das Motto lautete „Aufwachen durch den Advent“. Der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Verena Simmler führte die Missa Brevis in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Außerdem erklang die Kirchensonate KV 263, ebenfalls von Mozart. Es musizierten Musikerinnen und Musiker aus der Region und Georg Brendle an der Orgel. Als Solisten sangen Ina Weißbach, Sopran, Caroline Müller, Alt, Sebastiano Arano, Tenor, und Markus Stürzenhofecker, Bass. Die Kinder der Kinderkirche bereicherten den Gottesdienst mit ihrer frisch gebastelten Adventskerze beim Vaterunser.

Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die Gemeinde beim Begegnungstag im Pfarrheim, wo Koch Dieter Grandl bereits ein leckeres Mittagessen vorbereitet hatte. Die Kuchen und Torten zum Kaffee anschließend waren überwiegend selbstgebacken.

Der Eine-Welt-Laden präsentierte seine fairen Waren an einem Stand. Die Ministranten verkauften Weihnachtsgebäck und -karten.

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