„S’Fescht am Steg“ erobert einen Platz an der Sonne

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Für die Bewirtung wurde der Heimatverein von mehreren anderen Immenstaader Vereinen unterstützt.
Für die Bewirtung wurde der Heimatverein von mehreren anderen Immenstaader Vereinen unterstützt. (Foto: Heidi Keller)
Heidi Keller

Am Nachmittag noch aufregende Windstärke acht - am Abend sonnige Sommerstimmung am Landesteg, als ob nichts gewesen wäre. Umso entspannter feierten die Verantwortlichen des Heimatvereins und der beteiligten Vereine mit ihren Gästen am Samstag bis Mitternacht „S’Fescht am Steg“.

Die Erleichterung stand dem Vorsitzenden des Heimatvereins Reinhard König und der Zweiten Vorsitzenden Helga Bauer ins Gesicht geschrieben. „An jedem Bewirtungsstand hing ein Mann zum Festhalten“, berichteten beide über den Gewittersturm, der am Samstagnachmittag während des Aufbaus für S’Fescht am Steg über den Landesteg fegte. Die Stoffabdeckungen der Holzstände und Tischdecken flogen durch die Luft, die Blumen-Deko war hinüber. „Wir haben um 17 Uhr praktisch von vorne angefangen“, sagt Helga Bauer. Für 18 Uhr war der Festbeginn angekündigt.

Aber so schnell lassen sich die Organisationsprofis nicht ins Bocks-horn jagen. „Ich habe schon den Tag über alle halbe Stunde in die Wetter-App geschaut. Deshalb wusste ich, dass am Abend das Sommerwetter zurückkommt“, versichert Reinhard König. Die beiden Vorsitzenden behielten recht. Auch die mitarbeitenden Vereine hatten starke Nerven.

Fröhlich und unbekümmert unterhielten schließlich ab 18 Uhr die Brass-Band „Zeebrass“ – elf junge Männer, die zwischen Uhldingen und Immenstaad leben – mit einem breiten Spektrum an Volksmusik, Schlagern und flotten Brass-Titeln die Gäste. Alexander Schmidt aus Immen-staad bereicherte den Auftritt mit launigen Moderationen. Ruckzuck hatten sich die Biergarnituren auf dem Landesteg mit Gästen gefüllt. Manche saßen lieber auf der eigenen Picknick-Decke nahe am Ufer mit Blick Richtung Sonnenuntergang, andere an Stehtischen mit See- und Bergsicht.

Am Kopf des Landestegs, mit der besten Aussicht, hatten als spontanes I-Tüpfelchen Axel Rosenberger und sein Team eine Most-Bar mit den Füßen im Wasser des Brunnens aufgebaut. Most mit Fanta, Bodensee-Cider aus Kirschen und Äpfeln sowie Seemost-Schorle gingen dort über die Theke. Coole Beats zogen vor allem die jungen Besucher an. Auf der Bühne am Seeufer übernahm ab 20 Uhr die Band „Funkhaus“ das musikalische Kommando. Zum energiegeladenen Funk, Soul und Rock der bekannten Band wurde vor der Bühne bis kurz vor Mitternacht begeistert und ausgelassen getanzt.

Für die Bewirtung wurde der Heimatverein unterstützt von der TuS Abteilung Tischtennis, der TuS Abteilung Turnen und der TuS Abteilung Jugendfußball. Dort stand auch Jürgen Hallerbach vom Hotel-Restaurant „Seehof“ am Stand und half beim Pulled Pork. Auch die Ministranten, der Förderverein Spielplätze, die Korkenknaller und die Cheers sorgten für kulinarische Genüsse.

Der Yachtclub Immenstaad erhielt viel Beifall für seinen stimmungsvollen, sommernächtlichen Schlusspunkt mit einem Yacht-Korso unter farbig beleuchteten Segeln um den Landesteg und zurück ins Häfele.

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