Rotarier spenden Schwarzpappeln fürs Aquastaad

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Die Kinder der Klasse 4b der Stephan-Brodmann-Schule mit einem Teil ihrer Baumpflanzhelfer und -spender (hintere Reihe von links
Die Kinder der Klasse 4b der Stephan-Brodmann-Schule mit einem Teil ihrer Baumpflanzhelfer und -spender (hintere Reihe von links): Fritz Seigerschmidt, Martin Gomeringer, Markus Böhlen, Ralf Kaiser, Stefan Schweinbenz, Ulrich Kohler, Johannes Henne, Burkhard Zapkau und Angelika Eckstein. (Foto: Gudrun Schäfer-Burmeister)
Gudrun Schäfer-Burmeister

Die Immenstaader können sich über drei neue, besondere Bäume im Aquastaad freuen. Am Freitagvormittag pflanzten Vertreter und Angestellte der Gemeinde, des Landratsamtes und eine 20-köpfige Abordnung der Stephan-Brodmann-Schule drei noch zarte, hochgewachsene Bäume der Gattung Populus nigra. Gestiftet wurden die Schwarzpappeln vom Rotary Club Friedrichshafen-Lindau, vertreten durch Wolfgang Huang und Fritz Seigerschmidt.

Huang und Seigerschmidt kamen damit ihrem Ziel näher, das für den Zeitraum Juni 2017 bis Juli 2018 ausgegebene Motto der Rotarier „Ein Baum für jedes Mitglied“ zu erfüllen und damit Maßnahmen gegen den globalen Klimawandel zu unterstützen. Rund 9500 Euro hat der Club Friedrichshafen-Lindau eingeplant. Davon wurden 140 Feigenbäume in Syrien finanziert und 27 Bäume werden am Bodenseeufer stehen. Die Wahl für Immenstaad fiel auf Schwarzpappeln, weil beim Sturmschaden Anfang August 2017 auf dem Freibadgelände des Aquastaad neben Weiden auch diese Bäume entwurzelt wurden. In wenigen Jahren sollen die schnellwachsenden Bäume zu riesigen Schattenspendern werden, die zwischen 100 und 150 Jahre alt werden können.

Von Aussterben bedrohte Baumart

Angelika Eckstein, Diplombiologin, Naturschutzbeauftrage des Bodenseekreises und grüne Gemeinderätin in Immenstaad, freute sich besonders, dass mit der Pflanzung der Schwarzpappeln eine autochtone, also genetisch ursprüngliche, ungekreuzte Baumart, die akut vom Aussterben bedroht ist, in ihrem Heimatgebiet geschützt wird. Bürgermeister Johannes Henne bezifferte die durch den Sturm entstandene Schadenshöhe im Außenbereich des Aquastaad mit knapp 34 500 Euro.

Die Aktion der Rotarier nannte er eine „tolle Sache“ und betonte, es sei immens wichtig, der Natur etwas zurückzugeben. Wolfgang Huang ergänzte, dass nicht nur Badegäste von den Bäumen profitieren werden. Die Pappeln stellten reichhaltige Lebensräume für Insekten und Vögel dar. Cosima Adam, Lehrerin an der Stephan-Brodmann-Schule, hatte zur Pflanzung des Baumnachwuchses ihre Klasse 4b mitgebracht. Schubkarren, Schaufeln, Rechen und Wassereimer standen bereit und die Jungen und Mädchen packten tatkräftig zu.

Unterstützt wurden sie von vielen erwachsenen Händen, wie denen von Ortsbaumeister Ulrich Kohler sowie von Ralf Kaiser und Stefan Schweinbenz, Betriebsleiter des Aquastaad der eine, Azubi der andere, sodass sich die Ballenpflanzen alsbald aufrecht aus den vorbereiteten Pflanzlöchern in den Himmel reckten.

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