Renate Eckert zeigt „magischen Realismus“

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Renate Eckert stellt ihre Werke in der Montfortgalerie aus.
Renate Eckert stellt ihre Werke in der Montfortgalerie aus. (Foto: hke)

Die Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit ist für Renate Eckert das Ziel in ihrer Malerei. Mit der Ausstellung „Magischer Realismus und Realismus“ in der Galerie Montfort im Haus Montfort in Kippenhausen verdeutlicht die Wahl-Immenstaaderin, was sie damit verbindet.

Ihrer vierten Ausstellung in der Seegemeinde hat Eckert ein Zitat von André Breton, einem der Gründer der Kunstrichtung des Surrealismus, vorangestellt. Er glaubte an die Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit „zu einer sozusagen absoluten Realität, der Surrealität“. Auf den ersten Blick erscheinen die Motive in Eckerts Werken real, aber in ihrer Komposition und Symbolhaftigkeit entspringen sie der Fantasie, wirken unwirklich, traumartig oder auch poetisch. Die Künstlerin selbst nennt es „magisch“. In „Innenräume/Außenräume“, eine Kombination aus Acryl und Collage, haben Berge und Wiese Augen, ein Stuhl steht auf der Baumkrone, eine Gardine verhüllt eine Figur – innen und außen vermischen sich. „Zwischenwelten“ aus Öl lässt den Betrachter zwischen einem Dickicht aus Bäumen auf eine Unterwasserwelt schauen mit einer weiblichen Figur, Fisch und Wasserpflanzen. Beim „Ritt über das Eis“ strebt ein weißes Einhorn mit seiner Reiterin über das schwarze Eis in Richtung Licht im Hintergrund.

„Der Fisch ist für mich das Symbol für Lebenswille, der Hirsch für Würde und Kraft, die Eule für Weisheit“, erklärt die Künstlerin. „Etwas Neues zu kreieren braucht Weisheit, Würde und Kraft.“

Sich mittels der Malerei auszudrücken und selbst ständig etwas Neues zu schaffen, treibt Renate Eckert bereits seit Kindesbeinen an. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Georg Peez (Universität Frankfurt) und Verena Widmaier (PH Zürich). 35 Jahre lang lebte sie im Kanton Zug/Schweiz und war als Gesprächstherapeutin in der Psychiatrie tätig. Bereits dort gründete sie einen Philosophie-Zirkel. Diese Erfahrung brachte die in Laufenburg geborene Künstlerin vor vier Jahren in die Seegemeinde mit und leitet seither einen Philosophie-Zirkel beim Bürgertreff.

Zahlreiche Ausstellungen begleiteten ihre künstlerische Entwicklung. Im Oktober wird sie in Konstanz ausstellen, anschließend in ihrer alten Heimat, in Zug.

Renate Eckerts Ausstellung „Magischer Realismus und Realismus“ im Haus Montfort in Kippenhausen ist noch bis 27. August zu sehen. Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 23 Uhr. Am Montag ist Ruhetag. Die Künstlerin ist dienstags von 18 bis 19 Uhr in der Ausstellung anwesend.

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