Rektor Zapkau legt neues pädagogisches Konzept vor

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 An den Mauern der Stephan-Brodmann-Schule nagt erkennbar der Zahn der Zeit.
An den Mauern der Stephan-Brodmann-Schule nagt erkennbar der Zahn der Zeit. (Foto: Heidi Keller)

„Was braucht eine Schule, unabhängig davon, dass sie neu gebaut wird?“ Mit einem neuen pädagogischen Konzept will Burkhard Zapkau, Rektor der Stephan-Brodmann-Schule in Immenstaad, den Schulbetrieb auch ohne Neubau auf der Höhe der Zeit halten.

In der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend hob Zapkau aus dem Konzept vor allem den Raumbedarf und den Digitalpakt im Bildungswesen hervor. Bei seinem Amtsantritt im Sommer 2017 sah es noch so aus, als ob in absehbarer Zeit Schule und Halle neu gebaut würden.

Bedingt durch die anderen Großprojekte in der Seegemeinde, wurde dieser Plan wieder in die Zukunft verschoben. Verwaltung und Gemeinderat wollen auch alternative Standorte für eine Mehrzweckhalle prüfen.

Deshalb sprach Zapkau von einer „Interimslösung“ im ehemaligen Hauptschulgebäude für die 200 Grundschüler - in derzeit neun Klassen - deren Dauer er zunächst auf fünf Jahren kalkuliere. „Eine ganze Generation von Grundschülern wird also nichts anderes kennenlernen als diese Interimslösung.“

Das Grundschulgebäude und ein Teil der Außenfläche wird derzeit vom Kindergarten Seegaddel genutzt, bis dessen Neubau bezogen werden kann. Im Herbst kommt eine erste Klasse des KBZO dazu.

Zapkau stellte klar, dass eine Halle außerhalb der Gemeinde keine Option als Turnhalle für Grundschüler darstelle. Diese müsse unmittelbar bei der Schule zur Verfügung stehen.

„Die Schule läuft gut, aber wir müssen zusehen, wie wir sie trotz der Umstände weiterentwickeln.“ Der Zustand der Linzgauhalle sei „schwer tragbar“, die sanitären Anlagen und die Lehrerkabine in „bedauernswertem Zustand“.

Am offenen Ganztagskonzept solle sich nichts ändern. „Hut ab“ lobte Zapkau das Angebot mit 13 AGs an zwei Nachmittagen und die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen.

Um das Medienkonzept in Richtung Digitalpakt weiterzuentwickeln, benötige die Schule eine weitere Dokumentkamera und Laptopwagen. Die bereits vom Förderverein der Schule finanzierte Kamera reiche für ein Stockwerk, eine zweite Ausstattung für das zweite Stockwerk wäre deshalb sinnvoll.

Der Computerraum werde zur Vermittlung von Medienkompetenz regelmäßig von allen Klassenstufen genutzt, etwa für Mathematik, Deutsch oder einfache Internetrecherchen.

Zapkau bat, „trotz aller dringenden Anliegen der Gemeinde, die Schule nicht zu vergessen“.

Bürgermeister Johannes Henne sicherte zu den Investitionen der vergangenen zwei Jahre weiterhin Unterstützung zu, auch bei der Medienentwicklung, und dankte für das Verständnis in der „Durststrecke“. Mehrere Gemeinderäte zeigten sich solidarisch und beeindruckt vom pädagogischen Konzept.

Gefragt wurde nach der Integration von Flüchtlingskindern und Behinderten sowie den Betreuungszeiten der verlässlichen Grundschule. Zapkau dankte für die Nutzung des Aquastaads im Frühjahr und dem TuS Immenstaad für die Kooperation für die Bundesjugendspiele.

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