Petrus beschert zum 40. ein Traumwetter

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Michael Tschek

Ein lauer Sommerabend unter sternenklarem Himmel bei köstlichem Wein, einheimischen Spezialitäten und Musik: Schöner kann man sich doch ein Fest nicht vorstellen und wünschen. Genau so haben die Immenstaader zusammen mit vielen Touristen ihr 40. Weinfest am Freitag- und Samstagabend auf dem Rathausplatz feiern dürfen.

Ein Fazit gleich zum Anfang: Das Experiment, nach 39 vorangegangenen ausgerechnet beim 40. Weinfest den Termin von bisher Samstag und Sonntag auf jetzt Freitag und Samstag zu verlegen ist voll aufgegangen. Es mag natürlich mit an dem Traumwetter gelegen haben, das Petrus den Immenstaadern zum Jubiläum geschenkt hatte aber auch an der Erkenntnis der Gäste, mal gleich zwei Abende einfach länger sitzen bleiben zu können. Auf jeden Fall, der Rathausplatz, den die einheimischen Winzer und Vereine liebevoll in ein Weindorf verwandelt hatten war an beiden Tagen bis auf den letzten Platz gefüllt.

Carolin und Patrick Dreher zusammen mit dem zweijährigen Töchterchen Belinda und dem sechsjährigen Lorenz aus Spaichingen finden das Weinfest „einfach schön“. Sie kommen schon seit einigen Jahren an den See und machen bei ihren Schwiegereltern in Hagnau Urlaub. Genauso begeistert waren Anke Buhmann aus Langenargen, für die bereits seit acht Jahren das Immenstaader Weinfest ein unbedingtes „Muss“ ist als auch Tanja Werner aus Friedrichshafen, für die es das erste Mal war, die köstlichen Weine der Immenstaader Winzerfamilien zu probieren.

Auftakt mit Lädine

Genießen durften sie die Weine aus einem Gläschen, das an beiden Tagen als Eintritt zum Fest galt und in diesem Jahr mit dem „Starken Vinzenz“ verziert war. Und weil der um 1900 herum einer Immenstaader Schiffsknecht auf einer Lädine war, hatte sich das Organisationsteam um Ruth Höft von der Tourismus-Information zum 40. Geburtstag auch etwas Besonderes einfallen lassen. Zusammen mit der Weinprinzessin Stephanie Staneker aus Hagnau unternahmen Bürgermeister Jürgen Beisswenger, Mitglieder des Gemeinderates, Vertreter der Geistlichkeit und natürlich die Winzer aus Immenstaad, Kippenhausen und Frenckenbach eine kleine Ausfahrt mit der Lädine. Am Landesteg wieder angekommen wurde die Gesellschaft vom Musikverein Immenstaad in Empfang genommen, um dann gemeinsam, vorbei an den Ständen des Kunstmarktes, in Richtung Festplatz zu marschieren. Dort wartete schon eine große Festgemeinde, um endlich den Startschuss vom Bürgermeister und der Weinprinzessin zum 40. Weinfest zu bekommen. „Nichts macht vertrauter mit einer Landschaft, als den Genuss ihrer Weine“, meinte Beisswenger und sollte damit bis spät in die Nacht Recht behalten. Für die amtierende Weinprinzessin Stephanie Staneker war die Eröffnung des Immenstaader Weinfestes etwas ganz Besonderes. „Daran werde ich mich noch lange erinnern“, meinte sie.

Erinnern werden sich auch die Gäste an diesen beiden Tage, die zum Wein von den beteiligten Vereinen Männergesangverein, Jugendrotkreuz, Musikverein, Schalmeien Kippenhausen, Lädineverein, Narrenzunft, Familientreff, Turn- und Sportverein und den Winzern mit köstlichen einheimischen Spezialitäten verwöhnt wurden. Dazu gab es natürlich auch Musik und Unterhaltung mit „Aufgehts“ aus Immenstaad am Freitag und dem Bodensee Quintett am Samstag.

Bildunterschriften:

Bild 4609 –

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Fotos: Michael Tschek

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